Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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verheirathen, und hätte er nicht den guten Herrn Ba⸗ rantin, unſern Notar, gekannt?

Wovon hängen doch unſere Geſchicke ab!

Wie wird mein Mann bei ſeiner Rückkehr über⸗ raſcht ſein! denn ich habe die Ahnung, daß ich ihn nicht wiederſehen werde.

Der letzte Eindruck, den er bei mir hinterlaſſen hat, iſt gut und mild geweſen; ich weiß ihm Dank hiefür. Unſer Leben konnte ſo glücklich ſein, hätte er nur zu mir zurückkommen wollen, als ich zu ihm kam Das war unmöglich ..

Du ſiehſt, Hermance, Alles ſteht auf das Beſte. Unter uns geſagt, ich glaube, daß ich den Tag nicht überleben werde . . Stelle Dir vor, ich fühle, wenn man ſo ſagen kann, meinen Körper nicht mehr . Höre, in dieſem Augenblick betrachte ich meine ſchrei⸗ benden Finger . mir ſcheint, ich ſehe die Hand einer andern Perſon; und dann, eine weitere Sonderbarkeit, welche ich ſo eben wahrnehme . ich ſehe Alles, als ſchaute ich durch eine blaue, ein wenig trübe Brille oh! ſo trübe, daß ich

Hier war der Brief abgebrochen Einige form⸗ loſe Vuchſtaben bewieſen, daß die Unglückliche es noch ver⸗ ſucht hatte, zu ſchreiben, trotz der Verdunkelung ihres Geſichts und der Abnahme ihrer Kräfte.

Von einer Art von Stickfluß befallen, wurde Albine wirklich bald ohnmächtig in den Armen von Madame Claude. Da geſchah es, daß dieſe, ſehr beängſtigt, einen von meinen Leuten nach Chateaurour abſandte, um auf der Stelle den beſten Arzt der Stadt herbeizuholen.

Den andern Tag, nachdem Albine ihren letzten

Brief an ihre Freundin geſchrieben hatte, kam ich in

Riballiere im Galopp der Poſtpferde an. Das Ge⸗ räuſch ihrer Schellen hatten ohne Zweifel meine Leute von meiner Ankunft benachrichtigt, und ich ſah von fern Madame Claude auf die Freitreppe laufen.