Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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unter dieſen ernſten Ereigniſſen die arme Madame Dupleſſis.

Was wollen Sie damit ſagen?

Haben Sie nicht heute Nacht einen Expreſſen mit verhängten Zügeln abgeſchickt, um meinen Arzt holen zu laſſen?

Ich komme nicht von Hauſe, ich komme von Li⸗ moges. Ah! Sie erſchrecken mich, rief ich.

Und ich verließ haſtig Herrn von Sainte⸗Marie, trieb den Poſtillon zur Eile an und erreichte Riballiére mit Einbruch der Nacht.

Folgender Brief war von Albine während meiner Abweſenheit an ihre Freundin geſchrieben worden:

Madame Raymond und ihr Sohn find verhaftet.

Jean hat einen Soldaten getödtet, der ſeine Mut⸗ ter beſchimpfte, und ſie iſt ſchwer verwundet worden, als ſie ihren Sohn mit ihrem Leibe bedeckte, um es zu verhindern, daß er von den Gendarmen niederge⸗ metzelt wurde. Für Jean iſt dies der Tod auf dem Schaffot; für ſeine Mutter ein ewiges Gefängniß.

Ich habe dies auf eine ungeſtüme Art erfahren. Stelle Dir einen Donnerſchlag vor. Mein Mann iſt edel und gut geweſen; er iſt ſogleich nach Limoges abgereiſt, wohin unſere Freunde ins Gefängniß ge⸗ führt worden ſind; ich habe Herrn Dupleſſis nicht be⸗ gleiten können. Ich ſchreibe Dir von meinem Bette, liebe Hermance: meine Hand kann kaum die Feder füh⸗ ren; Du wirſt es an meiner Schrift wahrnehmen. Hermance, ich bin nie glücklicher geweſen . . ich werde bald ſterben.

Seit einiger Zeit fühlte ich das Feuer meiner Seele meinen Leib verzehren, wie eine lebhafte Flamme den Herd verzehrt, der ſie enthält; ich hatte den Ap⸗ petit, den Schlaf verloren, eine fieberhafte Aufregung verließ mich nicht, mein Geiſt war nicht mehr, einen Augen⸗