Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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denn auf dem ganzen Wege machte der Anblick der drei⸗ farbigen Fahne den Enthuſiasmus der Einwohnerſchaf⸗ ten hervorbrechen. Ich ließ in Chateaurour umſpan⸗ nen, als ich Herrn von Sainte⸗Marie, unſern Präfecten, ſeinen Hut geſchmückt mit einer ungeheure Cocarde von dreifarbigen Bändern, nach der Poſt laufen ſah, wo er ſich, wie er ſagte, des Dienſtes der Malle⸗Poſten verſichern wollte. Als er mich erblickte, eilte er an meinen Wagen und ſagte leiſe zu mir:

Ah! mein lieber Herr Dupleſſis, wie ſehr wünſche ich mir nun Glück, daß ich bei Ihnen die vorgebliche Marquiſe, ihren Sohn und den alten Chouans⸗Chef nicht habe verhaften laſſen . . . Ich vermuthete die Sache, aber ich ſchloß die Augen. Ihre Partei trium⸗ phirt, das wundert mich nicht, das iſt Gerechtigkeit. Das Miniſterium Polignac war eine Frankreich zuge⸗ ſchleuderte Herausforderung. Dieſe unglücklichen Re⸗ trograden wollten uns zur Willkürherrſchaft, zur guten Zeit der Feudalität zurückführen! Das war abſcheulich; wir gingen auf einem Vulcan, ich habe es immer ge⸗ ſagt, und ich milderte ſo viel als möglich die unbarm⸗ herzigen Befehle, die ich erhielt. Sie werden ſich in einer herrlichen Stellung befinden; Sie haben drei von den bedeutendſten Verſchwörern der vorgerückten Partei verborgen; Sie werden dieſelben zu gelegener Zeit daran erinnern, daß ich ſie nicht habe bei Ihnen verhaf⸗ ten laſſen! Ah! welch eine Revolution! Sie iſt wie ein Donner losgebrochen! Heute Nacht hätte ich beinahe einen Schlaganfall bekommen . . . Und zum Unglück war mein Arzt, der beſte Arzt von Chateaurour, bei Ihnen. Bei mir! rief ich beängſtigt, denn den unglück⸗ lichen Präfecten anhörend, deſſen feige Veränderlichkeit mir eben ſo viel Ekel als Mitleid einflößte, hatte ich Albine einen Augenblick vergeſſen.Ihr Arzt iſt zu mir gerufen worden? Ahi mein Gott! es iſt wahr. Ich vergaß

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