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Etel als Mitleid ein; ich vermeide ihn und gehe wei⸗ ter. Gehen wir alſo weiter, mein Herr.“
„Nun wohl! Madame, Milleid für den Trunfenen, Mitleid für den Verrückten, deſſen Wahnſinn eilf Jahre gedauert hat, und der heute zur Vernunft gekommen iſt, in dieſem Kerker, wo er eine religiöſe Bewunderung in ſeinem Herzen an die Stelle einer tollen, wüthen⸗ den Leidenſchaft treten fühlt. Ah! ſie mußte wahnſin⸗ nig, wüthend ſein, Madame, um mich bis zur Be⸗ gehung eines feigen, ſchändlichen Verraths zu verleiten, über den die Elendeſten erröthen würden! Ich habe das Bewußtſein meiner Abſcheulichkeit; aber ich be⸗ ſchwöre Sie, laſſen Sie mich an die Ane bieten der Ergebenheit appelliren, die ich ſo eben noch Jean zu machen ſo glücklich war. Ah! mein Leben, wenn es ſein muß, für . .
„Mein Herr,“ unterbrach mich Madame Roymond mit kaltem Tone, „man muß die Leute, deren Hinge⸗ bung man annimmt, ſchätzen, ehren; heute annehmen heißt ſich verbindlich machen, morgen zu erwiedern. Wir, Sie und ich, ſind nicht mehr in den Bevingungen, welche dieſen Austauſch von Edelmuth geſtatten. Ich weiß nicht, ob Sie noch einige redliche Gefühle im Herzen haben; wenn das wäre, wie doch nicht möglich, ſo würde ich zum letzten Male an ſie appelliren.“
„Ah! Madame, ſprechen Sie, befehlen Sie 4
„Es handelt ſich nicht um mich, mein Herr, ſon⸗ dern um Ihre Frau — ein anbetungswürdiges Kind, das Sie mißkennen; ſie kam wieder zu Ihnen, und Sie waren ſo barbariſch, ſte zurückzuſtoßen.“
„Madame, ein letztes Wort der Bitte. In jener unſeligen Nacht habe ich Ihre Unterredung mit Jean gehört . Ja, ich habe ſo erfahren, in wilcher muthigen Reſignation er ſich meiner Ruhe opferte, neuen Gefahren trotzend . die er leider, wie Sie getroffen hat, Madame.“
„Da Sie dieſe Unterredung gehört haben, m


