Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Augenblicke meiner Mutter Gott befohlen, Fernand und für immer Gott befohlen! Meine Mutter und ich, wir werden nie vergeſſen, daß Du unſer Freund bis zum Ende geweſen biſt. Lebe wohl, und umarme mich, ehe dieſe Leute eintreten. Die Augen von Thränen befeuchtet, warf ich mich in die Arme von Jean. Bald wurde die Thüre geöffnet, der Kerkermeiſter bat Raymond, ihm zu folgen, und ſprach zu mir:

Mein Herr, in einer halben Stunde iſt Ihre Er⸗ laubniß abgelaufen.

Mein Herr, ſagte raſch zu mir Madame Ray⸗ mond vor dem Schließer, ohne Zweifel, um mich zu bewegen, wegzugehen und ſie allein zu laſſen,ich be⸗ fürchte, Ihre Augenblicke zu mißbrauchen.

Madame, mit Ihrer Genehmigung werde ich nicht eine von den Minuten verlieren, die mir die Erlaubniß bewilligt, welche ich erhalten habe, erwiederte ich, mich verbeugend.

Der Kerkermeiſter ging ab, und ich blieb allein mit Madame Raymond.

Mein Herr, ſprach Madame Rahmond zu mir

mit einem Ausdrucke eiſiger Verachtung,Sie miß⸗ brauchen auf eine grauſame Art meine Lage als Ge⸗ fangene.

Madame, erwiederte ich mit tief erſchütterter Stimme,ich bedarf eines großen Muthes, um mich Ihrer gerechten Entrüſtung auszuſetzen; müßte ich aber

zu Ihren Füßen ſterben, nichts wird mich abhalten, Sie mit gefalteten Händen auf den Knieen anzuflehen, nicht mir zu verzeihen, ſondern mir wenigſtens die Gelegenheit zu geben, eine Beleidigung zu ſühnen, die in der Erinnerung der ewige Gewiſſensbiß meines Lebens ſein wird.

*Genug, mein Herr! die Unverſchämtheiten eines betrunkenen Menſchen verletzen mich nicht! er iſt ſogar

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5 meines 80rnes unwürdig, er flößt mir eben ſo viel