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Ich war ſchmerzlich ergriffen; Mabdame Rahmond, in ihrem gerechten Grolle wegen der Beleidigung, die ſie ihrem Sohne hatte verbergen müſſen, verachtete mich genug, um keine Dienſte von mir annehmen zu wollen, oder ſie mißtraute mir genug, um bange zu haben, mich in ein wichtiges Geheimniß einzuweihen. Die Weige⸗ rung von Madame Raymond war mir ſo peinlich, daß Jean meine Niedergeſchlagenheit wahrnahm, denn er ſagte traurig:
„Sehen Sie, meine Mutter, wie betrübt Fernand iſt, daß er uns nicht zum letzten Male ſeine Ergeben⸗ heit beweiſen kann. Ich werde mir nicht erlauben, in Sie zu dringen . . laſſen Sie mich indeſſen Ihnen bemerken ..
„Mein Kind,“ unterbrach abermals ihren Sohn Madame Raymond, welche offenbar einen Vorwand ſuchte, um Jean abzulenken, der immer mehr über die beharrliche Weigerung ſeiner Matter erſtaunt zu ſein ſchien, „Du vergiſſeſt, daß uns der Herr mitgetheilt hat, Madame Dupleſſis ſei leidend, und ſie flöße ihm ſogar Beſorgniſſe ein; können wir unter ſolchen Um⸗ ſtänden von Herrn Dupleſſis verlangen, ſich nach Paris zu begeben? ſeine Frau zu verlaſſen, welche ſeine Pflege in Anſpruch nimmt?“ —
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Dieſer Grund ſchien einigen Eindruck auf Jean hervorzubringen, und er war im Vegrife⸗ eißer Mutter zu antworten, als wir Schritte ſich nähern und Flin⸗ tenkolben im Gange ſchallen hörten. Unwillkürlich bebte ich, und ich rief:
„Jean, was iſt das?“
„Nichts,“ erwiederte er lächelnd. „Man holt mich ohne Zweifel zu meinem Verhöre vor dem Unterſu⸗ chungsrichter. Man erweiſt mir, wie Du ſiehſt, die Ehre des Kriegs.“ Dann reichte er mir die Hand und ſprach: „Nach dem Verhöre wird man mich in mei Gefängniß zurückführen, ich werde Dich nicht mehr hie finden . denn ich hoffe, Du gewährſt noch einige


