Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Albine vertraute, wie ich es vorhergeſehen, zu viel auf ihren Muth, und obgleich ſie zu ſchlummern geſchienen hatte, während ich mich mit den Anſtalten zur Reiſe beſchäftigte, verzichtete ſie doch ſelbſt darauf, ſo groß war ihre Schwäche. Der Arzt von Cbambly, den ich hatte holen laſſen, ſchien mir Anfangs nicht beſorgt über ihren Zuſtand; er verordnete ſtärkende Mittel; da ich mich aber einiger Worte von Madame Claude erinnerte, die mich befürchten ließen, die Er⸗ ſchütterung von Albine werde ernſte Folgen haben, ſo hielt ich es für klüger, auf meinem Wege durch Cha⸗ teaurvur den beſten Arzt der Gegend zu bitten, ſich auf der Stelle nach Riballiére zu begeben und Albine je⸗ den Tag zu beſuchen.

LII.

Fortſetzung des Tagebuchs.

Ich reiſte nach Limoges ab, der ſchmerzlichſten Bangigkeit preisgegeben, denn ich bedachte, daß ich mich, wenn es mir gelänge, zu Jean und ſeiner Mutter eingelaſſen zu werden, der niederſchmetternden Verach⸗ tung dieſer ſchändlich von mir verletzten Frau ausſetzte. Doch meine Angſt über das Schickſal, über das Leben von Madame Raymond war ſo groß, ich hoffte ſo ſehr, bei ihr vielleicht meine Beleidigung durch dieſen Be⸗ weis von, ach! ſehr uneigennütziger Ergebenheit v geſſen zu machen, daß ich dem Empfang trotzte, der mei⸗ ner harrte; ich fühlte mich überdies unterſtützt durch den Gedanken, mein Entſchluß ſei wenigſtens edelm thig, da ich Madame Raymond, was auch ihr Lo wäre, würde ſie an ihrer Wunde ſterben, oder au Lebenszeit als Mitſchuldige ihres Sohnes eingekerkert werden, nie wiederſehen ſollte. .