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„Albine, ich bitte Sie inſtändig, legen Sie ſich zu Bette Laſſen Sie mich Madame Claude rufen. .. einer von unſeren Leuten wird zu Pferde abgehen, um in Chambly den Doctor Laurent zu holen.“
„Nein nein . es wird nichts ſein es iſt nichts,“ fügte ſie bei, während ſie ihre beiden Hände auf den Arm des Lehnſtuhls ſtützte, um ſich zu erheben; „Sie werden ſehen, daß ich mit ein wenig Willen gehen kann .. Ich bin ſeit einiger Zeit an dieſe Anfälle von Schwäche gewöhnt, und ich beſiege ſie.“
Aber nach einigen Schritten, über denen ich mit ängſtlicher Sorgſamkeit wachte, war meine Frau ge⸗ nöthigt, ſich zu ſetzen; ihre Hand, die ich nahm, war feucht und eiskalt.
„Sie ſehen,“ rief ich immer mehr beunruhigt, „Sie find außer Stande, zu gehen.“
„Für den Augenblick. . es iſt wahr ich fühle mich außerordentlich ſchwach; doch nach ein we⸗ nig Ruhe ſtehe ich für mich . . Treffen Sie alle
Anſtalten zu unſerer Abreiſe.“
„Sie wollen abreiſen . . und ſich leidend, wie Sie find, auf den Weg begeben. . vas iſt unſinnig.“
„Aber ſie erwarten uns! Denken Sie doch an ihre Frende, wenn ſie befreundete Geſichter in ihrem Ge⸗ fängniſſe ſehen.“ „Albine, ich kann Ihre Geſundheit, Ihr Leben nicht risquiren, indem ich Sie den Strapazen einer langen Fahrt ausſetze. Und nun zogere ich auch, ab⸗ zureiſen, ich kann mich nicht entſchließen, Sie in dem Zuſtande zu verlaſſen, in dem Sie ſich befinden.“ ernand, fühle ich mich in zwei Stunden nicht wirklich ſtark genug, um mich auf den Weg zu begeben, ſo laſſe ich Sie allein reiſen; denn Sie muſſen ſie ſehen „ Sie werden ihnen ſagen, ich habe Sie nicht begleitet, weil mir die Kräfte gefehlt . . Sie e labem
Fernand Dupleſſis. II. 19


