Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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wurde, obgleich ihre Zähne manchmal durch ein krampf⸗ haftes Beben an einander ſtießen, „einige Augenblicke ſchien es mir, als erſtickte mich das Blut; mein Herz hatte zu ſchlagen aufgehört 3 doch jetzt nehmen ſeine Schläge wieder ihren Lauf. . .

„Sie zittern für Jean?“

„Für ihn . nein; ſein Schickſal iſt entſchieden. Ich zittere für ſeine Mutter ... Wenn ſie ſterben muß, ſo wird ſie nicht an ihrer Wunde, ſondern am Tode ihres Sohnes ſterben.“

„Sie ſprechen vom Tode von Jean Raymond ſehr a 4

„Sehr kalt . wie Sie ſehen . zich vermag nichts hiebei und faſſe meinen Entſchluß. . . Nur muß unſer Freund jung ſterben . und eines gräß⸗ lichen Todes, nicht wahr?“

„Albine, Sie erſchrecken mich .. hören Sie, ich bin grauſam geweſen verzeihen Sie mir.“

„Grauſam? nein; ich ſpreche von dem nahe be⸗ vorſtehenden Tode unſeres Freundes ohne Thränen, ohne Seufzer, ohne Herzzereißungen .. Das iſt für mich unbegreiflich; hätte man mir geſagt, ſo müſſe bei mir der Eindruck ſein, ich würde es nicht geglauht haben . . Ich will Ihnen ſogar etwas Seltſames geſtehen ich war weit entfernt, dieſe gräßliche Kunde vorherzuſehen, und dennoch überraſchte ſie mich nicht; mir ſcheint, ich erwartete ſie.“

„Ich bitte, faſſen Sie ſich.“

„Ich bin vollkommen bei Vernunft; ich habe das Bewußtſein meiner Worte und der Unempfindlichkeit, über die ich eben ſo ſehr erſtaunt bin, als Sie.“

„Dieſe Unempfindlichkeit ängſtigt mich, ſie iſt nicht natürlich .. Der Schlag war ſo ungeſtüm, ſo heftig, daß Sie noch ganz davon betäubt ſind; Sie ſehen noch nicht klar in Ihrem Herzen.“

„Sie haben vielleicht Recht, denn ich fühle es, ich liebe Herrn Jean ſo tief als je ₰z und das