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„Und es hing doch nur von Ihnen ab, mein Herr, ſich ſo würdig um das Vaterland verdient zu machen, wie ihr ehrenwerther College.“
„Wie ſo, Madame?“
„Ganz einfach, indem Sie hier Herrn Jean Ray⸗ mond, ſeine Mutter und Charpentier verhaftet hätten.“
„Indem ich ſie hier verhaftet hätte? Ich verſtehe Sie nicht, Madame.“
„Die reizende Marquiſe von Berteuil. . in welche Sie ſo vernarrt waren, Herr Pröfect?“
„Nun, Madame?“
„Der grimmige Marquis, der unbarmherzige Chouans⸗Anführer. Sie wiſſen, Herr Präfect?“
„Nun, Madame, nun?“
„Herr Dupleſſis wird Ihnen, wie ich, ſagen, daß der Marquis, die Marquiſe und ihr Sohn, den man Ihnen nicht vorzuſtellen ſo klug geweſen iſt, feine An⸗ dere waren, als Herr Charpentier, Madame Raymond und ihr Sohn.“
„Madame, der Scherz iſt allerdings reizend; aber...“
„Meine Frau ſcherzt nicht, mein Herr,“ ſagte ich Präfecten, „Madame Dupleſſis ſpricht die Wahr⸗ heit.“ „Die Wahrheit!“ rief Herr von Sainte⸗Marie mit einem zornigen Erſtaunen. „Wie! ich wäre Ihr Gim⸗ pel geweſen! der unbeſtimmte Verdacht, der mich hier⸗ her geführt, wäre gegründet geweſen! . . . Wie! ich war dumm genug, mich durch das Geſchwätze dieſer vorgeblichen Marquiſe hintergehen zu laſſen! . . Aber, mein Herr, ich war alſo Ihr Gimpel.“
„Herr Präfect,“ antwortete ich Herrn von Sainte⸗ Marie, „Sie werden Ihre Rolle bei dieſer Sache nehmen, wie es Ihnen beliebt . .. Ich füge nur bei, daß ich Herrn Jean Rahmond, meinen alten Freund, gerade weil er wegen einer der meinigen entgegengeſetzten Mei⸗ nung geächtet war, ein Aſyl bieten .. und weder ihn, noch ſeine Mutter, noch Herrn Charpentier Ihnen


