Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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einwandte, man breche ihr die Fauſtgelenke entzwei. Bei dieſen Worten ſchreit der Schurke Jean Raymond, der, als er wie ſein Mitſchuldiger feſtgenommen wor⸗ den war, keinen Wiverſtand geleiſtet hatte, der Feige! und dem man durchaus nicht mißtraute, er ſchreit auf, ſage ich, man mißhandele ſeine Mutter, ſpringt nach dem Degen des Kapitäns, entreißt ihm denſelben, iſt mit einem Satze beim Brigadier, der immer noch die Strickerin beim Halſe feſthielt, und der wüthende Jean Raymond gibt . . . (ieſe feigen Mörder wiſſen nur von hinten anzugreifen) gibt einen gewaltigen Degen⸗ ſtich in den Rücken dem unglücklichen Brigadier, der, vielleicht tödtlich verwundet, niederfällt, denn zu dieſer Stunde befürchtet man für das Leben des würdigen Soldaten. Ihnen die Wuth der andern Gendarmen gegen den Mörder zu ſchildern wäre mir nicht mög⸗ lich; ohne den Kapitän und den Staatsanwalt würden die zwei Jacobiner und die Strickerin von den über die Ermordung ihres Kameraden wüthenden wackeren Leuten zuſammengehauen worden ſein. Nichtsdeſto⸗ weniger, und ich beklage das nicht, hat die Megäre einen guten Bajonettſtich in die Schulter bekommen, als ſie während des Gemenges ihren liebenswürdigen Sohn mit ihrem Leibe zu beſchirmen ſuchte, wonach unſer ehrliches Jacöbinertrio gehörig mit Stricken gebunden, in einen Farren geworfen und unter guter Bodeckung nach Limoges geführt worden iſt, wo man alle Drei in Erwartung der Befehle von Paris eingekerkert hat Die Sache dieſes Jean Raymond iſt, wie Sie ſehen, ſehr klar, Madame. Auf die eine oder andere Art wird er dem Schaffot nicht entkommen.“

„Ganz gewiß, Herr Präfect,“ erwiederte Albine; „aber Sie müſſen grauſam und doppelt dieſen glänzen⸗ ten Fang beklagen, um den Sie Ihren Collegen in Limoges ſo ſehr beneiden?“

„Ei! mein Gott! ja, ich geſtehe, Madame, ich habe dieſe kleine Schwäche.“