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kommen, um ſich nach Limoges zu begeben, und in einem Dörfchen, drei Meilen von dieſer Stadt, hat man ſie vor zwei Tagen bei einen ehemaligen Soldaten, auch einem Bruder und Freunde, verhaftet. Ich gebe Ih⸗ nen zuerſt dieſe wichtige Neuigkeit mit ihren einzelnen Umſtänden Ah! mein College in Limoges iſt ſehr glücklich! welche Ehre bringt ihm dieſer glänzende Fang! Wie Schade auch, daß die anbetungswurdige Marguiſe und der alte Vendeer⸗-Häuptling nicht mehr bei Ihnen ſind . wie hätten fie unſere Freude getheilt!“
„Und kann man die einzelnen Umſtände dieſes glän⸗ zenden Fangs erfahren?“ ſagte Albine mit ruhiger Stimme.
Nun erſt dachte ich an meine Frau; ich wandte mich raſch gegen ſie um; ihr Geſicht war nicht bleicher als gewöhnlich, nur waren ihre ſonſt lebhaft roſen⸗ farbigen Lippen plötzlich blaß geworden.
„Oh!“ erwiederte Herr von Sainte⸗Marie mit verlegener Miene, „ich bitte Sie tauſendmal um Ver⸗ zeihung, daß ich Ihnen noch nicht meine tiefſte Ehr⸗ furcht bezeigt habe; . . ſeien Sie ſo nachſichtig, den politiſchen Drang in Rechnung zu nehmen . . denn es iſt ein Ereigniß, ein glückliches Ereigniß, die Ver⸗ haftung dieſer verdammten Jacobiner.“
„Herr Präfect,“ ſagte Albine mit einer Kaltblü⸗ tigkeit, die mich erſchreckte, „ich habe auch die Ehre, Sie um einige Details über dieſen glänzenden Fang zu bitten. wenn das keine Unbeſcheidenheit iſt.“
„Nein, Madame . und ich beeile mich zu,
„Meine liebe Freundin,“ ſagte ich zu Albine, mehr beſorgt über ihre außerordentliche Ruhe, als ich es über eine tiefe Gemütbsbewegung geweſen wäre, „dieſe einzelnen Unſtände werden, wie ich glaube, für Sie nicht das Intereſſe haben, das Sie vorausſetzen . oder ſie werden einen peinlichen Eindruck auf Sie


