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kleidete mich ſo ſchnell als möglich an und ging hinab, um zu frühſtücken. Ehe ich in das Speiſezimmer kam, verirrte ich mich in dieſen ungeheuren Gemächern. Bei Tage und beim vollen Sonnenſcheine geſehen, kamen ſie mir weniger düſter vor, als am vergangenen Abend; es war überall Täfelwerk von natürlichem Eichenholz oder grau und weiß angemalt, Füllungen von Tapiſ⸗ ſerie mit Perſonen oder von roth und grünem Lampas ſo dick wie Pappendeckel umrahmend; das Ameublement war ſtrenge und maſſiv, aber wohlerhalten; im Ganzen ſchien mir dieſer alterthümliche Charakter für ein Schloß den Vorzug vor den modernen Einrichtungen zu ver⸗ dienen. Ich fand Herrn Dupleſſis im Speiſezimmer; er erkundigte ſich ſehr freundlich, wie ich die Nacht zugebracht habe; ich theilte ihm meine Betrachtungen über das Ameublement des Schloſſes mit; er war meiner Anſicht, wünſchte jedoch, den Charakter der Wohnung bewahrend, dieſe ſo behaglich als möglich zu machen.
Nach dem Frühſtück ſchlug mir mein Mann eine Spazierfahrt vor, um die Meiereien zu beſichtigen, die er ſelbſt zu bewirthſchaften gedachte; wir hatten im Sinne, durch das Dorf zurückzukehren und einen Be⸗ ſuch beim Pfarrer zu machen, um uns mit ihm über die Stunde der ſtillen Moſſe zu verſtändigen, der ich nach dem Wunſche meines Mannes jeden Tag beiwoh⸗ nen ſollte; er ſchien einen ſolchen Werth auf dieſe ſtille Meſſe zu legen, daß ich keine Einwendung machte.
Die Umgebung von Riballiére bietet wenig Ab⸗ wechſelung durch Höhen und Tiefen, iſt aber ſehr wald⸗ reich; raſch fließende Bäche finden ſich in Menge, auch gibt es Mühlen in großer Anzahl, was der Landſchaft viel Belebtheit verleiht. Wir ſind zu mehreren in ſehr ſchlechtem Zuſtande befindlichen Pachthöfen gekommen; es war ein peinliches Gefühl, wenn man die Bewoh⸗ ner anſchaute, ſo elend ſahen ſie aus; wir waren im
Phabton; Herr Dupleſſis fuhr, und auf gi


