Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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ſaß ſein Verwalter; Beide unterhielten ſich beinahe unabläſſig über den Feldbau, während ich dieſe für mich neue Landſchaft betrachtete. Unſere Spazierfahrt dauerte drei bis vier Stunden. Wir kehrten durch das vom Schloſſe eine Viertelmeile entfernte Dorf zurück und hielten vor dem an die Kirche anſtoßenden Pfarr⸗ hauſe an; der Pfarrer war ausgegangen, um einen Kranken zu beſuchen. Ich ſagte Dir, liebe Hermance, ich habe mich nicht zu ſehr geſträubt gegen die mei⸗ nem Manne ſo theuere Idee einer täglichen ſtillen Meſſe. Ich wurde für meine Unterwürfigkeit belohnt; höre, wie

Die Kirche und das Pfarrhaus liegen mitten im Dorfe; wir fuhren durch daſſelbe, um nach dem Schloſſt zurückzukehren, als ich an einem der letzten Häuſer den beſeligenden Anſchlag: Bureau der Briefpoſt bemerkte. Das war für mich ein Lichtſtrahl; fügte ich mich in die Meſſe, ſo konnte ich, wenn das Wettel ſchön war, allein zu Fuße nach der Kirche gehen un im Vorbeigehen in die herrliche Boite einen Brie für Dich ſchieben; ich würde alſo, um an Dich zu ſchreiben, nicht nöthig haben, mich an irgend Jeman zu wenden.

Denke Dir meine Freude: um mir ſogleich G wißheit über die Entfernung zu verſchaffen und al unerſchrockene Fußgängerin aufzutreten, verlangte ich zu Fuße nach dem Schloſſe zurückzukehren; Herr Du pleſſis gab mir ſeinen Arm, und wir folgten eine herrlichen Platanenallee, welche hundert Schritte von Schloß ausmündet.

„Abgeſehen vom Wege durch das Dorf,“ ſagt ich zu meinem Manne, „iſt es eine wahre Promenade zu Fuße vom Schloſſe nach der Kirche zu gehen.. Ich werde ſie oft machen, iſt die Stunde dieſer ſtille Meſſe nicht zu früh.“ 3

„Bei ſchönem Wetter iſt es in der That eine zende Promenade, meine liebe Albine,“ antwot „Wenn Sie zu Fuße in die Meſſe gehen wollen,