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fällt mir ſogar wegen ſeines alterthümlichen Charak⸗ ters; ich kann Dir aber den Eindruck eiſiger Träurig⸗ keit nicht ſchildern, von dem ich ergriffen wurde, als ich zum erſten Mal darin wohnte; es ſchien mir ſo weit von den Gedanken, von den Bedürfniſſen meines Alters entfernt zu ſein, als feine Menbles von den heutigen Moden und Gebräuchen entfernt waren.
Ich fühlte mich bedrückt, mein Kopf brannte; ich öffnete eines der Fenſter, es ging auf den Park; der Wind hatte ſich erhoben, er verjagte die dicken Regen⸗ wolken, welche vor dem bleichen zunehmenden Mond hinzogen; ich ſah vom Park nur die großen Baum⸗ gruppen, die ſich ſchwarz vom grauen Himmel abhoben, und den weißlichen Lauf des den Wieſenplan durch⸗ ziehenden Fluſſes.
Sie Dir zu ſagen, Hermance, die ſchmerzlichen Ideen, die mir während einer Stunde, welche ich mit den Ellenbogen auf das Geſims meines Fenſters ge⸗ ſtützt, das Geſicht vom Regen gepeitſcht, zubrachte, in den Kopf kamen, Dir das zu ſagen, wäre mir nicht möglich.
Ich ſah mich für immer von der Welt und den Meinigen getrennt, verloren in der Einſamkeit; meine Angſt wurde allmälig ſo groß, daß ich mich entſchloß, am andern Tage Herrn Dupleſſis zu ſagen, nichts in der Welt würde mich zwingen, in dieſem Schloſſe zu wohnen, ich werde hier vor Langweile und Furcht ſterben, und ich wolle zu meiner Mutter zurückkehren und meine eheliche Verbindung, wenn es ſein müſſe, zerreißen.
Die Rücktehr meiner Kammerfrau nöthigte mich, das Fenſter zu verlaſſen; ich kleidete mich haſtig aus, ſchob den Riegel meiner Thüre vor, und überließ mich beim Scheine des Feuers, das langſam im Kamine erloſch, den düſterſten Gedanken, bis zu dem Augen⸗ blick, wo ich des Weinens und des Verzweifelns müde entſchlief.


