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den Krümmungen eines Flüßchens, deſſen Waſſer die Terraſſe umgaben und die Mauern des Schloſſes be⸗ ſpülten. Am äußerſten Horizont erſchaute man Hügel und große Waldungen. Dieſer Anblick war allerdings großartig, er kam mir aber entſetzlich traurig vor. Es mh⸗ Nacht, und Alles erſchien wie durch einen Herbſt⸗ nebel.
Man meldete uns das Mittagsmahl. Ich ſah Herrn Dupleſſis beim Speiſen zu, dann ſchützte ich die Strapaze der Reiſe vor, um mich in mein Zimmer zurückzuziehen. Mein Mann führte mich in die Woh⸗ nung, die einſt, wie man mir ſagte, ſeine Großmutter inne gehabt hatte. Seine Wohnung iſt von der mei⸗ nigen nur durch ein gemeinſchaftliches Eingangszimmer getrennt; ein Salon kommt vor meinem Schlafzimmer. Dieſes geht auf ein Ankleidecabinet, welches mit einer für meine Kammerfrau beſtimmten Stube in Verbindung ſteht. Ich fühlte mich niedergeſchlagen; ich hatte bei⸗ nahe Angſt; dennoch empfand ich das Bedürfniß, allein zu ſein. Ich ſchickte meine Kammerfrau zum Eſſen, ſetzte mich an die Ecke des Kamins und zerfloß in Thränen.
Als ich genug geweint hatte, ſchaute ich mit einer maſchinenmäßigen Neugierde umher; dieſes geräumige, nur ſchwach durch zwei Kerzen beleuchtete Zimmer war mit altem Kattun tapezirt, auf deſſen weißem Grunde earmeſinrothe Zeichnungen mit dem Fiſchfange beſchäf⸗ tigte oder im Palankin promenirende Chineſen vor⸗ ſtellten; das Himmelbett, die Vorhänge von zwei gro⸗ ßen Fenſtern mit kleinen Scheiben waren von demſelben Stoffe; ein türkiſcher Teppich bedeckte den Boden; und um dieſes Ameublement der alten Zeit zu vervollſtän⸗ digen, ſah man über dem kleinen Spiegel des Kamins ein grün, roſa und blaues Gemälde, einen Schäfer vorſtellend, der die Sackpfeife vor zwei Schäferinnen und zwei gekräuſelten Lämmern ſpielt.
Heute bin ich an mein Zimmer gewöhnt; es ge⸗


