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Backſtein mit Schieferdach und gedeckt von Thürm⸗ chen von weißem Stein; unſer Wagen fuhr über eine Brücke, denn das Gebände iſt von Waſſer umgeben; wir gelangten in einen Hof, deſſen Fflaſter beinahe unter dem Graſe verborgen war; ein Greis mit wei⸗ ßen Haaren (der Verwalter) erwartete uns unten an der Freitreppe; nachdem wir dieſe hinaufgeſtiegen wa⸗ ren, kamen wir durch eine ſteinerne Hausflur, und dann in drei bis vier ungeheuere, nach der alten Mode meublirte Stuben; es war kalt und feucht darin, wie in einer Kirche; endlich erreichten wir ein kleines, rundes Zimmer, wo wir ein vortreffliches Feuer und einen für das Mittagsmahl zugerichteten Tiſch fanden, denn Herr Dupleſſis hatte ſeinen Koch und andere Bedienten vorausgeſchickt.
„Bis man aufträgt,“ ſagte er zu mir, „wärmen Sie ſich die Füße, meine liebe Albine, dann werde ich Ihnen die Ausſicht auf den Park von der andern Seite des Schloſſes zeigen; was das Innere betrifft, ſo müſ⸗ ſen Sie ſchon erkennen, daß ich Recht hatte, wenn ich Ihnen ſagte, es müſſe Alles neu eingerichtet werden. Sobald ich Ihren Geſchmack weiß, wird man zum Werke ſchreiten; in zwei Monaten wird die Umwand⸗ lung vollſtändig ſein. Kommen Sie nun, liebe Freun⸗ din, ſie ſollen wenigſtens zugeſtehen, daß der Park herrlich iſt.“
Der erſte Anblick dieſes Aufenthaltsortes brachte eine ſo düſtere Niedergeſchlagenheit bei mir hervor, mein Herz war ſo beklommen, daß ich meinem Manne nur einſylbig antwortete. Nachdem wir durch eine zweite Reihe von Zimmern gegangen waren, traten wir auf eine breite Terraſſe mit ſteinernem Geländer umgeben mit Waſſer wie das Schloß und einen Ver⸗ bau bildend. Eine Brücke, die auf dieſe Terraſſe aus⸗ lief, führte zu einem ſtellenweiſe mit Gruppen von ungeheuren Bäumen beſäeten Wieſenplan. Dieſer er⸗ ſtreckte ſich ins Unabſehbare und war durchzogen von


