Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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blätter brauchen? Ah! das wäre, um einem übel zu machen.“

Was willſt Du, Hermance, er nennt das ein Exu⸗ torium und behauptet, es ſei ſeine Geſundheit.

Alles iſt Glück und Unglück auf dieſer Welt, mein armes Kind; Du entſinnſt Dich deſſen, was ich Dir von den Männern und Frauen ſagte, die mir, nach der Idee, welche ich mir von der Ehe gemacht hatte, nicht verheirathet ſchienen?

Nun wohl, ich gehöre zu dieſen.

Ach! für mich, wie für ſo viele Andere, wird die Heirath nicht das Feſt meiner Jugend, gefeiert mit einem Gefährten nach meinem Herzen, meinem Alter und meinem Geſchmacke geweſen fein. Herr Du⸗

pleſſis iſt und wird immer für mich ſein eine Art von Vormund, mit welchem ich nie auf einem vertraulichen Fuße ſtehen werde. Er hält mich und muß mich für tauſendmal dümmer halten, als ich bin; daran iſt mir wenig gelegen. Uebrigens iſt er im Grunde ein ziem⸗ lich guter Menſch, und es läßt ſich leicht mit ihm leben, ſo lange man thut, was er will; ich habe weder den Muth, noch die Luſt, zu kämpfen; ich unterwerfe mich ſeinem Willen und verlange nur von ihm, daß er mich nicht hart tadelt, wenn ich mich von der Linie, die er mir vorgezeichnet hat, entferne. Wir ſind übereinge⸗ kommen, daß wir am Ende des Jahres nach Paris zurückkehren werden, das läßt mich in Geduld die tödtliche Langweile meines Aufenthalts hier ertragen; ich muß Dir indeſſen geſtehen, daß es jetzt nur Lang⸗ weile iſt, was ich fühle, und das iſt ein Fortſchritt, denn Anfangs war es Schrecken ich übertreibe nicht. Uurtheile nach der Erzählung meiner Ankunft hier. Es ſfiel an dieſem Tage ein feiner Regen; das Wetter war düſter; wir folgten einer endloſen Allee von Kaſtanienbäumen mit ſchon gelb gewordenen Blät⸗ ternz endlich erblickte ich ein großes Schloß von rothem