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Das letzte Mal, daß ich Dir die Hand drückte und Deine Wange küßte, war an dem Abend, wo ich das tödtliche Hochzeitmahl verließ, um mich mit meiner Mutter in das Haus meines Mannes zu begeben.
Hermanre, es gibt Dinge, die ich nicht zu ſagen vermöchte, nicht einmal Dir, ohne vor Scham zu ſier⸗ ben. Werde ich das Herz haben, ſie zu ſchreiben?
Ich will es verſuchen.
Nein, ich konnte nicht fortfahren . . . So eben iſt mir meine Feder aus der Hand gefallen; zwanziqmal habe ich ſie wieder aufgenommen, doch vergebens.
Und wenn ich bedenke, daß es mir meine Mutter als eine Unbeſcheidenheit vorwarf, daß ich kurze Aermel tragen wollte . und zwei Tage vorher ſagte ſie zu mir:
„Albine, wenn zufällig während des Plauderns Herr Fernand Deine Hand nehmen wollte, dulde es nicht . . Das ſind Freiheiten, die ſich nur ein Mann gegen ſeine Frau erlauben darf. . .“
Ich begriff nicht, was meine Mutter damit ſagen wollte. Ich dachte mir in meinem Innern, dieſe Er⸗ mahnung ſei unnöthig; ich hatte eben ſo wenig Luſt, meine Hand von Herrn Dupleſſis nehmen zu laſſen, als ich, wie ich Dir geſchrieben, Luſt hatte, ihn zu umarmen.
Du wirſt mich nun für toll oder für einfältig hal⸗ ten, daß ich mit meinem Manne am Tage nach dieſer Nacht nach dem Schloſſe, von welchem aus ich Dir ſchreibe, abgereiſt bin.
Was ſollte ich thun? Iſt er nicht mein Herr und Meiſter, wie meine Mutter geſagt hat? bin ich nicht
ſeine Frau? Muß ich mich nicht allen Folgen der Hei⸗
rath unterziehen, die ich anzunehmen die unglückliche Schwäche gehabt habe? Du erinnerſt Dich deſſen, was ich Dir ſchrieb:


