*—
—
— —
39
Albine: — Das iſt ſchon etwas ... Sie ſagten mir nichts hievon.
Ich: — Aus einem ſehr einfachen Grunde: wir können erſt an dieſe Beſuche denken, wenn meine Ge⸗ ſundheit völlig wiederhergeſtellt iſt; käme man zu uns, ſo müßten wir zu den Andern gehen, und das würde für mich ein Abweichen von der mir vorgeſchriebenen Lebensordnung herbeiführen, was ich hauptſächlich ver⸗ meiden muß.
Albine: — Dann werden wir unſere Beſuche in der Nachbarſchaft auf das nächſte Jahr verſchieben, wenn wir von Paris zurückkommen.
Ich: — Allerdings: Sind Sie nun ein wenig be⸗ ruhigt über dieſe erſchreckliche Reiſe, liebe Freundin, welche dieſes erſchreckliche Schloßleben zum Ziele hat?
Albine: — Ja, Herr Fernand .ich fange an mich darein zu ſchicken, und dann .. . die Vernunft. . . Auch kann es nicht anders ſein; ich muß alſo muthig meinen Entſchluß faſſen; denn was verlange ich am Ende? glücklich zu ſein, ohne Ihrem Glücke zu ſcha⸗ den ... Wenn wir jedes ein wenig von dem unſern dazu thun, ſo können wir unſer Leben auf das Beſt⸗ möglichſte einrichten, nicht wahr?
Ich: — Allerdings.
Albine: — Ich werde Alles thun, was von mir abhängt, um Ihnen in keiner Hinſicht entgegen zu ſein, und wenn ich zuweilen nicht mit Ihnen übereinſtimme, ärgern Sie ſich nicht, erinnern Sie ſich nur, daß ich achtzehn Jahre alt bin, und grollen Sie mir nicht, wenn ich den Geſchmack, die Ideen meines Alters habe. Haben Sie mich zu tadeln, ſo ſprechen Sie mit Ver⸗ nunft, Sanſtmuth und Nachſicht mit mir, und Sie werden aus mir Alles machen, was Sie wollen, Herr Fernand. . . Sie ſehen, ich bin offenherzig, ich gebe Ihnen mein Geheimniß.
Ich: — Und ich will Ihnen das meinige geben, um nicht hinter Ihnen zurück zu bleiben, liebe Albine.


