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Albine: — Um die Eitelkeit derſelben zu fühlen, müßte man ſie wenigſtens kennen.
Ich: — Ich kenne ſie, meine arme Freundin! ich kenne ſie zu genau! und ich kann auch davon ſprechen; glauben ſie mir, ſie verachten heißt ſich ärgerliche Tän⸗ ſchungen erſparen.
Albine: — Der Ball, die Feſte, die Oper, die Soireen! Sie haben Alles dies langweilig gefunden, Herr Fernand? Sprechen Sie, die Hand auf dem Ge⸗ wiſſen, hat Sie das nie beluſtigt?
Ich: — Die Enttäuſchung hat wenigſtens nicht lange auf ſich warten laſſen.
Albine: — Alles, was ich von Ihnen fordere, iſt, daß Sie mir Zeit gönnen, mich zu enttäuſchen.
Ich: — Gut, ich habe Sie wenigſtens gewarnt und werde mir keine Vorwürfe zu machen brauchen.
Albine: — Wohlan, Ihr Verſprechen wird mir Muth ſür die Zeit unſeres Aufenthalts in Riballiére
eben. 8 Ich: — Muth, um dieſes ſo ſanfte, ſo ruhige Leben zu führen?
Albine: — Vielleicht wird es mir ſo ſcheinen, ich wünſche es . ich hoffe es, doch bis jetzt. ..
Ich: — Bis jetzt?
Albine: — Soll ich offenherzig ſein?
Ich: — Gewiß.
Albine: — Nun denn! das Leben, das wir in Ihrem Schloſſe führen werden, ſcheint mir nicht . .. ungeheuer beluſtigend ſein zu müſſen.
Ich: — Was nennen Sie beluſtigend?
Albine: — Wir werden alſo nie Jemand ſehen? wir werden dort leben wie die Wölfe?
Ich: — Vor Allem glaube ich, meine Liebe, daß wir vollkommen fähig ſind, einander zu genügen; wir werden aber gezwungener Weiſe einigen Umgang mit der Nachbarſchaft haben.


