Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Ich: — Sprechen wir im Vertrauen; mußten Sie ſich nicht ſeit vierzehn Tagen an den Gedanken dieſer Reiſe, dieſer Vereinzelung, wie Sie es nennen, ge⸗ wöhnen?

Albine: — Was wollen Sie? Ich war wenigſtens noch in meiner Familie, . und dann meine Unwiſſenheit in Betreff des Ortes, wo wir für zwei Monate unſeren Aufenthalt zu nehmen im Begriffe ſind; denn, nicht wahr, wir verreiſen nur auf zwei Monate, Herr Fernand?

Ich: — Allerdings . . allerdings ... Doch fahren Sie fort.

Albine: — Nun denn, ich war neugierig, das Schloß zu ſehen, nach dem wir uns begeben; heute aber fühle ich mich tief traurig .. Ich bin wie Jemand, der geht ohne zu wiſſen, wohin er geht.

Ich: — Ich will es Ihnen ſagen, liebe Albine, denn ich begreife vollkommen die Unruhe, von der Sie ergriffen ſind .. Vernehmen Sie mit zwei Worten, wohin Sie gehen; mit anderen Ausdrücken, hören Sie, was Ihr Leben jedes Tages ſein wird z und wenn Sie das einmal wiſſen, ſo können Sie unſere ge⸗ meinſchaftliche Eriſtenz von einem Ende zum andern in den Blick faſſen, denn ſie wird bis zu ihrem Ende ſo ſein, wie ich ſie Ihnen ſchildere.

Albine: — Ich höre Sie, Herr Fernand.

Ich: — Die Beſchreibung des Schloſſes iſt über⸗ flüſſig; Sie werden es ſehen; es iſt ein ſehr ſchöner, ſehr maleriſcher und ſehr geſunder Ort, ſein Inneres wird Ihnen ohne Zweifel ſeinem Anblicke nach etwas ſtreng ſcheinen, denn es iſt nach der alten Mode meu⸗ blirt geblieben, wie es zur Zeit meiner Großmutter war; doch wenn Sie es wünſchen, wird es vollſtändig modern eingerichtet werden .. Das Leben, das wir dort führen werden, iſt folgendes: ich werde auf den Punkt acht Uhr aufſtehen, da man mir beſonders ein außerordentlich regelmäßiges Leben verordnet hat.