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auf den Tod traurig. (Weinend.) Oh! ja, zum Sterben traurig.
Jih — Ich bitte, beruhigen Sie ſich. Warum dieſe Thränen?
Albine: — Ich habe Ihnen verſprochen, bank⸗ bar zu ſein. Ich beweiſe es Ihnen ſchon dadurch, daß ich meine Thränen nicht zu verbergen ſuche.
Ich: — In der That, nichts gefällt mir ſo ſehr, als die Aufrichtigkeit. Doch ich frage Sie noch ein⸗ mal, meine theure Freundin, woher kommt dieſe nie⸗ derſchlagende Traurigfeit? Ich rede nicht von Ihrem Kummer darüber, daß Sie Ihre Eltern verlaſſen; er iſt eben ſo gerecht, als ehrenvoll für Ihr Herz.
Albine: — Es iſt auch nicht allein dieſe Tren⸗ nung, was mich niederbeugt.
Ich: — Was denn? In den letzten Tagen ſchienen Sie mit unſerer Reiſe zufrieden?
Albine: — Es iſt wahr und nun ..
Ich: — Nun?
Albine, Thränen in den Augen und ſich mit gefalteten Händen gegen mich wendend: — Herr Fernand, ich flehe Sie an, ſeien Sie gut gegen mich; ich fühle mich ſo allein, ſo vereinzelt, ſeitdem ich meinen Vater und meine Mutter verlaſſen habe.
Ich: — Bin ich nicht da .. bei Ihnen?
Albine: — Ja, doch ich kenne Sie ſo wenig.
Ich: — Ich habe Sie doch mehr als einen ganzen Monat lang jeden Tag in Ihrem Hauſe geſehen.
Albine: — Aber immer in Gegenwart meiner Eltern . ſodann, und das iſt ganz natürlich, ſag⸗ ten Sie nur, was Sie ſagen wollten; vielleicht iſt es auch Mangel an Scharfſinn auf meiner Seite, oder gewöhnliche Verſchloſſenheit bei Ihnen; doch nun bin ich Ihre Frau, mein Leben iſt für immer an das Ih⸗ rige gebunden, Sie können aus mir machen, was Sie wollen, denn ich habe keinen Schutz mehr, und ich fühle mich bei Ihnen wie bei einem Fremden ..
Fernand Dupleſſis. II. 3


