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„„Ich glaubte ſchon die Ehre gehabt zu haben, Madame zu bemerken, ich ſei Witwe und ohne Kin⸗ der.““
„„Deſto beſſer für Sie, meine arme Madame Claude; denn hätten Sie eine Tochter gehabt, ſo wür⸗ den Sie dieſelbe ohne Zweifel verheirathet haben.““
„„Ja, denn um nach Madame zu urtheilen, iſt die Heirath das Glück . . .““
„„Gewiß, Madame Clande,““ antwortete mir Madame mit einem ſo traurigen Lächeln, daß ich Ih⸗ nen keine Idee davon geben kann. „Gewiß, es iſt das Glück.““
„Und bis zu dem Augenblick, in welchem die Mut⸗ ter von Madame in das Zimmer eingetreten iſt, wo Beide allein geblieben ſind, hat mir Madame nicht ein
Wort mehr geſagt; während ich ſie ankleidete, war ſie
wie außer ſich, fſie ſchien nicht in ihrem natürlichen Zuſtande zu ſein; ich wagte es auch nicht, ein Wort an Madame zu richten, weil ich ſie zu beläſtigen und mißtrauiſch gegen mich zu machen befürchtete.“
Dieſe Erzählung von Madame Claude hat meine Vorherſehungen und Hoffnungen beſtätigt; ich ſtützte mich auf dieſe Ueberzeugung, um mit meiner Frau das folgende Geſpräch zu haben, als ich, zwei Stunden nach unſerer Abreiſe von Paris, das Stillſchweigen brach, das wir bis dahin beobachtet hatten.
XXVIII.
Unſere Unterredung war, wie folgt:
„Meine liebe Albine,“ ſagte ich zu meiner Frau, „ich begreife ſo wohl den Kummer, den Ihnen Ihre erſte Trennung von Ihren vortrefflichen Eltern ver⸗ urſachen muß . . . daß ich Sie in Ihrem traurigen Gedanken ſeit unſerer Abreiſe nicht ſtören wollte.“


