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cität (obgleich ſie ihre Gefahren hat) ebnet ſo viele Schwierigkeiten, geſtattet ſo viele Geheimniſſe und trägt dergeſtalt zur albernen Verblendung des Ehemanns bei, daß es von mir äußerſt klug geweſen iſt, daß ich Madame Claude in den Dienſt meiner Frau gebracht
abe.
Gewiß bin ich weit davon entfernt, Albine für fähig zu halten, mich zu betrügen; ohne dieſes Vertrauen zu ihr hätte ich ſie nicht geheirathet. Wir ſollen in einer beinahe völligen Einſamkeit auf dem Lande leben. Ich bin ſehr Beobachter, und ich glaube nie von einer Frau, ſo liſtig, ſo verſchmitzt ſie auch geweſen ſein mag, be⸗ trogen worden zu ſein, ohne den Verrath geahnet oder wahrgenommen zu haben; aber aus tauſend Gründen iſt es am Ende doch beſſer, in die häusliche Gemein⸗ ſchaft mit meiner Frau eine mir ergebene Perſon zu ſetzen.
Bei ihrer bürgerlichen Erziehung (über die ich entzückt bin), muß Albine ziemlich vertraulich gegen ihre Kammerfrau ſein; die Vereinzelung, in der wir leben werden, wird dieſe Vertraulichkeit nothwendig noch vermehren. Madame Claude iſt aber ſo einſchmei⸗ chelnd, daß kein Monat vergehen wird, bis ſie das un⸗ umſchränkte Vertrauen ihrer Gebieterin gewonnen hat.
Zum Haushofmeiſter und Vertrauten werde ich meinen Kammerdiener Dupin haben, einen verſtän⸗ digen, ſichern, verſchwiegenen Menſchen, der ſeit zehn Jahren in meinen Dienſten iſt, während welcher Zeit er mir Beweiſe von gänzlicher Ergebenheit geboten hat; er und Madame Claude werden das übrige Ge⸗ ſinde überwachen, das nicht in unſerem vertrauten Dienſte
ſteht.
3 zweifle nicht an der Zukunft, ich bin ſicher, das Glück in dieſer Verbindung zu finden, durch die Art und Weiſe, wie ich die Ehe verſtehe; ſollte es aber anders ſein, ſo werde ich wenigſtens, wenn ich dieſe Zeilen und die, welche ich noch ferner ſchreibe, wiederleſe,


