Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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vier Rippen eingeſchlagen, ein Uebel, das um ſo gefähr⸗ licher, je weniger es ſichtbar; ich ließ den Jungen in den Händen ſeiner Stalleollegen und ging wieder zu Roſa.

e Kaffee, die Eiſe waren außer dem Hauſe und ziemlich fern davon in einem kleinen chinefiſchen Pa⸗ villon ſervirt, von wo aus man die ganze Tiefe des Thales erſchaute.

Das war ein herrlicher Anblick; die ſeit einiger Zeit untergegangene Sonne hatte dem Monde in ſeinem vollen Glanze Platz gemacht; der am Tage wolkige Himmel hatte ſich aufgeklärt; Tauſende von diamante⸗ nen Sternen vermehrten die Helle dieſer prächtigen Nacht. Zu unſern Füßen erblickten wir das durch das Sternenlicht verſilberte Thal; am Horizont die bläu⸗ lichen Hügel, bedeckt von großen, düſtern grünen Wäl⸗ dern; es war überall eine tiefe Stille, nur da und dort unterbrochen durch die wohklingende Modulation der Geſänge der Nachtigallen. Der Geruch der Blumen des Gartens erfüllte die Luft mit Balſamdüften, eine Halbdunkelheit herrſchte in dem Pavillon, in dem ich mit Roſa ſaß; wir waren allein, jung, verliebt und frei. Dieſen Tag, dieſe ſo lange, ſo ungeduldig erſehnte Nacht, wir hatten ſie fur uns, ganz für uns; die Wunder der Natur, die Schönheit der Jahreszeit, Alles, was der Lurus und die Eleganz zur Berauſchung der Sinne beitragen können, umgab uns; und dennoch, ſeltſamer, vielleicht verhängnißvoller Widerſpruch, nach einem langen Schweigen fingen Roſa und ich an, Beide einer unbeſchreiblichen, niederdrückenden Traurig⸗ keit preisgegeben, zu weinen.

Was haſt Du, Roſa? fragte ich ſie.

Nichts; doch ich fühle, ohne zu wiſſen wa⸗ rum, das Bedürfniß, zu weinen; und Du?

Ich auch, Roſa Was haben wir aber ſo traurig zu ſein?