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ausſteigen; Du trittſt ein, ich laufe Dir entgegen und empfange Dich in meinen Armen.
„Ich fann Dir kaum eine Stunde ſchenken,“ ſagſt Du mir haſtig.
Doch welche herbe und beftige Wolluſt in dieſer Miſchung von Angſt, Schrecken und leidenſchaſtlicher Liebe; man lebt Tage, Jahre während einer einzigen von dieſen Stunden.
Bi der feierliche, erſchreckliche Abend des 17. April.
Dein Mann tritt in Deinen Salon ein, wo ich mich mit Dir allein befinde; er zeigt mir einen von meinen Briefen und ſagt zu mir:
„Kennen Sie dieſe Handſchrift?“
„Ja, mein Herr.“
„Ihre Stunde morgen, mein Herr?“
„Die Ihrige?“
„Um neun Uhr in Vincennes.“
Du fielſt in Ohnmacht, ich lief auf Dich zu.
„Gehen Sie, mein Herr,“ ſagte er zu mir, „es iſt meine Sache, meiner Fran beizuſtehen.“
Am andern Tage war mein Schenkel von einer Kugel durchbohrt, und Du reiſteſt mit Deinem Vater und Deiner Mutter nach Italien ab.
Ich habe langſam den Brief verbrannt, welchen Du mir in der traurigen Nacht ſchriebſt, die dem Tage meines Duells mit Deinem Manne vorherging.
Welch ein herzzerreißender Schmerz! . welche Schrecken, welche Bangigkeiten, welche Thränen, welche Gewiſſensbiſſe! . . Alles dies zuckte blutend in Dei⸗ nen unzuſammenhängenden Zeilen.
Und dennoch überlebt man eine ſolche Nacht .. Man vergißt dieſe Qualen, die unſern Lebensfaden durchſchneiden zu müſſen ſchienen.
Vor zwei Jahren habe ich Dich wiedergeſehen, noch hübſcher geworden und einem andern Liebhaber zu⸗ lächelnd.


