Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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ſaßeſt nur dieſes, Du haſt es mir angeboten .. Ich zerbreche es ..

Was mag aus Dir geworden ſein, armes verlaſ⸗ ſenes Geſchöpf?

Lebe wohl, Amanda, Deine Geburt war ſo dunkel als die von Annette; nicht minder hübſch als ſie, hatteſt Du, als ich Dich kennen lernte, längſt Deine kleine Geburtsſtadt und Deinen Putzladen verlaſſen, um ein müßiges, heute glänzendes, morgen elendes, und beinahe immer zugleich glänzendes und elendes Leben zu führen; Du hatteſt ſchöne und friſche Toi⸗ letten, ich weiß nicht von wem oder von was bezahlt; oft aßeſt Du nicht nach Deinem Hunger, oder es fan⸗ den ſchwelgeriſche Mahle ſtatt, bei denen Deine Bonne ſich berauſchte und Dich ſchlug; der kalte und ſchmutzige Boden Deines Zimmers bildete einen ſelt⸗ ſamen Widerſpruch mit der Seide und dem Acajon Deiner Meubles. Alles dies mußte nach dem Laſter und dem Elend riechen, um einem übel zu machen; doch ich zählte ſiebenzehn Jahre, Amanda war verliebt, und ſo oft ich das Pagenhaus verließ, um zu meiner Großmutter zu gehen, trat ich bei Amanda ein, wo ich um meiner ſelbſt willen geliebt wurde, wie ſie mir in ihren Briefen ſagte, über deren ſeltſame Orthographie ich gelacht habe, als ich ſie ſo eben ver⸗ brann'e.

Armes Mädchen, ſie mußte ſich zuweilen das Eſſen verſagen, um den Boten ihrer Briefe zu be⸗ ahl

n.

Lebe wohl, Julie, Bäschen, wie ich Dich einſt in unſerer Familie zur Zeit nannte, wo mich meine Großmutter ermahnte, den franzöſiſchen Cheva⸗ lier zu machen; lebe wohl . Ohne die immer lebendige Erinnerung an Madame Raymond wäreſt Du meine erſte Liebe geweſen, denn Annette und Amanda können nicht als Liebe zählen, theure Julie; noch ein Kind, ſagteſt Du mir, Du liebeſt mich ſchon;