Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 5.-9. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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raſch erkannt, daß es mir leicht geweſen wäre, Albine in mich verliebt zu machen; ihre Unruhe, ihre Verle⸗ genheit, ihr zuweilen hartnäckiges Stillſchweigen wäh⸗ rend der ſeltenen Augenblicke, die wir mit einander unter vier Augen waren, ſagten mir genug ſagten mir zu viel. Ich mußte auch meine Kälte verdoppeln, und das arme Kind iſt darüber, glaube ich, betrübt geweſen; zum Glück war dieſer ſchmerzliche Eindruck

bald vergeſſen beim Anblick eines hübſchen Wagens, der

Herrlichkeiten des Brautſchmucks und beim Gedanken an eine vornehme Exiſtenz, vergleicht man ſie mit dem bürgerlichen Leben der Familie Chevrier.

Um mich kurz zu faſſen, die weiſeſten Entſchlüſſe, die reiflichſt erwogenen Combinationen find nur Toll⸗ heiten und Eitelkeiten, oder Albine iſt und wird ſein die Frau, die ich brauchte, um einen Weg zu betre⸗

ten, auf dem ich Glück, Geſundheit, Ruhe finden ſoll und.

auf immer dieſes Leben abſchließen werde, das mich erſchöpft und langweilt.

Wohlan, ich muß von dieſem Leben Abſchied neh⸗ men und zwar auf immer Abſchied nehmen.

Eine letzte Pflicht bleibt mir zu erfüllen.

Die Alten ließen frommer Weiſe die Ueberreſte der lange geliebten Perſonen verbrennen; ſo geſchehe es auch mit den materiellen Andenken an meine ehemali⸗ gen Liebſchaften.

Ich habe hier ein Kiſtchen voll von Briefen, Haa⸗ ren, Portraits, verwelkten Sträußen u. ſ. w. Dieſe Reliquien einer, leider auf immer verſchwundenen, Vergangenheit ſollen . . zu Aſche werden.

Aſche wie dieſes Herz, verbrannt durch ſo viele verſchiedenartige Leidenſchaften, dieſes Herz, das zur Stunde nur eine auf ewig erkaltete Lava iſt. .

Ich zündete ein großes Feuer an und ſetzte auf meinen Tiſch ein Kiſtchen, das ich, ich geſtehe es, mit einem Eindruck tiefer Traurigkeit in dem Moment öff⸗

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