Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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Dein jungfräuliches Ausſehen und Deine Kühnheit werden Dir viel Unterhaltung verſchaffen.

Lebe wohl, auf ewig lebe wohl!

N. S.Es iſt wirklich höchſt ſeltſam, daß ich mich deshalb umbringen laſſe.

Nachdem Beauregard dieſen Brief geſchrieben hatte, legte er ihn mit andern Papieren unter Couvert, ſiegelte dies zu und ſchrieb darauf:Dies iſt mein Teſtament; man wird es der Frau von Beauregard übergeben.

Nachdem einiges Andre geordnet war, legte ſich der Graf nieder und ſchlief vortrefflich. Um ſechs Uhr kamen ſeine Se⸗ cundanten, um ihn zu wecken. Um acht Uhr fand das Duell ſtatt. Merkwürdiger Weiſe fehlte der Oberſt den Marquis und ſchoß ihm nur eine Haarlocke ab.

Nach welchem ſeltſamen Contraſte klammerte ſich der Mar⸗ quis von Beauregard, der den Tod geſucht hatte, der ihn ohne zu erbleichen erwartete, ſo feſt wieder an das Leben, als die erſte Gefahr vorüber war?

War es der Inſtinet der Selbſterhaltung, ſpäte Ueberle⸗ gung oder plötzliche Beruhigung über ſein Schickſal? Wir wol⸗ len dieſe Erſcheinung nicht zu erklären verſuchen. Soviel iſt gewiß, daß der Marquis keinen Augenblick die Abſicht hatte, nachdem er unverletzt geblieben, in die Luft zu ſchießen, was ſeinen ſichern Tod herbeigeführt hätte, denn ſein Gegner war nicht der Mann, der zweimal fehlte. Gleichwohl fühlte der Marquis, als er den Oberſten ſo vor ſeinem Piſtol ſah, einige Bedenklichkeiten, denn er war der angreifende Theil; aber zu ſehr gelegener Zeit fiel ihm ein, daß der Raufbold ſeine Opfer faſt immer gereizt habe und daß er die Geſellſchaft von einer Geißel befreie. Kurz er ſchoß und erſchoß ihn.

Wie bei Beauregard auf den Entſchluß zu ſterben die Liebe zum Leben gefolgt war, ſo änderte ſich auch ſeine Anſicht von

dem Benehmen ſeiner Frau. Zwar fühlte er ſich durch daſſelbe

nicht minder verletzt, aber ſeine infernaliſche Affectation des Cynismus, die einen Augenblick niedergehalten worden war, ſtellte ſich um ſo ſtärker wieder ein, da er einer ſchuldigen Frau gegenüber keine Schonung zu beobachten brauchte.

Eine neue Beſorgniß beſtärkte ihn in ſeinem Vorſatze; die Chemänner erfahren ihr Unglück immer zuletzt; vielleicht kannte

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