Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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17⁰

Der Oberſt drehte ſich zornig um und ſagte, während ſeine Lippen zitterten:

Marquis, wenn Sie nicht augenblicklich genügende Er⸗ klärung über Ihten albernen Spaß geben, haben Sie es mit mir zu thun!

Ich ſpaße nur mit meinen Freunden, entgegnete Beauregard ſtolz.

So iſt es eine Beleidigung! rief der Oberſt.

Es iſt eine Beleidigung, wiederholte der Mar⸗ quis kalt.

Der Oberſt ſtand einen Augenblick erſtaunt da über dieſe Kühnheit und begriff nicht, wie man es wagen konnte, ihn ſo anzugreifen. Mit einem rohen Gelächter ſprach er jedoch bald:

Sehr wohl, morgen früh werde ich Sie niederſtrecken; ich bin beleidigt, ich wähle Piſtolen und habe den erſten Schuß. Noch habe ich keinen Marquis umgebracht.

Eine Ausgleichung zwiſchen den beiden Gegnern war nicht möglich; die Bedingungen und der Ort des Duells wurden, wie bereits erwähnt, ſofort beſtimmt und man kam überein, die Sache am nächſten Morgen bei den Steinbrüchen von Charen⸗ ton auszumachen.

Der Marquis hatte, nachdem er lange aufgeregt in ſeinem Zimmer auf- und abgegangen, ein Käſtchen aufgeſchloſſen, die Briefe, welche man ihm geſandt, herausgenommen, ſie in ein Couvert eingeſchlagen, ſich ſodann an ſeinen Secretair geſetzt und an die Marquiſe, ſeine Frau, geſchrieben.

Dienſtag, ein Uhr früh.

Dolorita mia, Du haſt mich hintergangen; die Briefe, welche Du unter dieſem Couvert finden wirſt, das auch mein Teſtament enthält, werden Dir zeigen, daß ich Alles weiß. Dieſen Morgen ſchlage ich mich mit dem Oberſten Koller; er hat den erſten Schuß und ich habe ihn abſichtlich beleidigt. Beobachtet und belauſcht habe ich Dich nicht; der Zufall hat mir Alles entdeckt.

Eines Deiner Mädchen, das ohne Zweifel von Dir be⸗ leidigt worden iſt, wird ſich haben rächen wollen; . ſchickte mir dieſe Briefe; ich ſende ſie Dir