Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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kam ſo uncrwartet, ſie iſt für alle Anweſenden ſo Verlegenheit erregend, paßt ſo wenig u den Gemeinplätzen und gewöhnlichen Phraſen, daß die Gäſte, ſchweigend und be⸗ ſurz kaum einige Worte zu wechſeln wagen. Der Marquis beſitzt zu viel guten Geſchmack und leidet ſelbſt zu viel, trotz ſeiner ſttee Gleichgiltigkeit, als daß er die für Alle drückende Lage länger hätte dauern aſſen.)

Der Marquis ent Wurc). Dieſes Abenteuer iſt zu origi⸗ nell und die Masken ſind zu bekannt, als daß es geheim bleiben könnte; man wird wenigſtens acht Tage lang davon ſprechen. Ich empfehle Ihnen alſo die äußerſte Indiscretion. Ja, im Ernſt, und ich weiß, daß Sie alle zu ſehr meine Freunde ſind, als daß ich Sie zu bitten brauchte, mir Anzeige zu machen, wenn ſich irgend Jemand erlauben ſollte, unter irgend einem Geſichtspunkte, entweder mein Benehmen oder meinen Charakter bei dieſer Gelegenheit anzutaſten. Deshalb empfehle ich Ihnen nochmals die größte Indiscretion.

QAlle entfernen ſich.)

XIV. Der Brief.

Um die Rolle, welche er ſich auferlegt hatte, bis zu Ende zu ſpielen, zeigte ſich der Marquis ſpäter noch in der Oper und in drei oder vier Geſellſchaften.

Wir wiederholen es, der Oberſt Koller ſtand in einem ſo ſchlechten Rufe als Raufbold, ſein Tod war die Strafe für ſo vielfaches Unglück und der Marquis wurde ſo allgemein geliebt, daß Niemand die Gleichgiltigkeit, die er in Folge des unglück⸗ lichen Duells an den Tag legte, übel deutete.

Der Marquis von Beauregard war in den Geſellſchaften, die er beſuchte, nicht minder heiter als gewöhnlich. Seine Eitel⸗ keit hielt es für wichtig, ganz gleichgiltig über die Untreue ſeiner Frau zu erſcheinen und glauben zu machen, der Auftritt in dem Rocher de Cancale ſei der aufrichtige und wahre Ausdruck dieſer Gleichgiltigkeit.

Um ein Uhr nach Mitternacht kam er nach Hauſe.