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aus den Leichtfertigkeiten ſeiner Frau ſo wenig machen als ich. Uebrigens iſt er ein Mann von zu viel Muth, als daß man es für Schwäche halten könnte, ein Mann von zu viel Geiſt, als daß er nicht von ſeinem Unfalle wie von etwas Anderem ſpräche, ohne Groll und Bitterkeit. Ich an ſeiner Stelle würde ſagen: ſteht das Kind, wenn man Alles bedenkt, nicht in dem Alter der Liebe? Habe ich als Ehemann das Recht, mich darüber zu be⸗ klagen? Giebt ſie ihren Liebhabern irgend einen Vorzug? Nein; ſie iſt ihnen eben ſo untreu, wie mir. Armer Engel, iſt es von ihrer Seite nicht zarte Aufmerkſamkeit, meine Eigenliebe wenig⸗ ſtens ſicher zu ſtellen?
Alle. Aber der Name — der Name?
Serpentine. Nenne ihn geſchwind, Marquis; Du bringſt uns zur Verzweiflung. Den Namen! den Namen!
Der Marquis. Es iſt — die Frau Marquiſe von Beau⸗ regard geb. Dolores Pablo, meine Frau. Gie meiſten Gäſte ſprin⸗ gen vor Erſtaunen auf. Der Marquis bleibt ſitzen, trinkt langſam ſein Glas aus und wendet ſich an Herrn Flores) Ja, Ihre Couſine Dolorita; Sie fönnen es dem Inca, meinem vortrefflichen Schwiegervater Pablo melden. (6r ſieht die Gäſte verwundert an) Was habt Ihr? Welche beſtürzten Geſichter! Wie? alle ſo erſchrecken, weil die Geliebte — des armen Des Roches ihm untreu geworden iſt und ihm den Herrn Labirinte vorgezogen hat!
Ewen von Ker⸗ Ellio chalblaut zu dem Marquis). Herr Marquis, ich bin Ihr Secundant, wenn Sie es wünſchen.
Der Marquis Gmmer ſtzen). Mein Secundant? Zuerſt danke ich Ihnen für Ihr Anerbieten, Baron; aber warum mein Secundant? Bin ich bei der Sache betheiligt, ich? Unſer Solon und Des Roches haben ſie unter einander auszumachenz mich geht ſie nichts an. Jetzt, da dieſe Herren den Namen der Dame kennen, ſteht es ihnen zu, zu entſcheiden, ob es der Mühe werth iſt, daß man ſich ihretwegen die Hälſe bricht. Was mich betrifft, ſo würde ich an der Stelle von Des Roches mich be⸗ gnügen, dem Herrn Labirinte irgend ein Glied zu zerſchlagen. Aber — wenn wir den Kaffee tränken und von etwas Anderem ſprächen? Schenke mir ein mit Deinen weißen Händchen, Ser⸗ pentine. Hoffentlich iſt meine Geſchichte eben ſo gut, wie die der Herſogin von Mirepont.
(Während dieſer Worte hat der Marquis geklingelt; die Leute kommen, um den
Kaffee zu ſerviren; man ſteht auf und begiebt ſich in das Nebenzimmer. Dieſe Scene


