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Serpentine. Er ſieht ganz ſo aus.
Der Marquis Giſch. „Ja, mein Fortuné, ich habe Herrn Des Roches geliebt oder vielmehr zu lieben ge⸗ glaubt.“ .
Des Roches ceiSeth. Kein Zweifel mehr, Dolores hinterging mich auf unwürdige Weiſe, — und ich — ich habe — ach — ſo vor Allen verhöhnt zu werden! Welche diaboliſche Kaltblütigkeit des Beauregard! (Luut und gezwungen lächeln.) Wahr⸗ haftig, Sie haben Recht, Marquis, man muß gute Miene zum böſen Spiele machen. Meine Herren, ich bekenne mich für überwunden von Herrn Labirinte, und es tröſtet mich nur, daß er meine Lehren ſo gut benutzt hat.
Der Marquis. Bravo, Des Roches! So muß es ſein. Ich fahre fort: „Ich habe Des Roches zu lieben geglaubt, ich irrte mich; es war der Traum der Liebe, ein Traum meines Herzens. Du allein, mein For⸗ tuné, der Du mir die erſte Liebe Deines Herzens gabſt, ſollteſt mich die Wirklichkeit dieſes Gefühls kennen lehren.“ Hm! Wer zum Teufel hätte ſich einge⸗ bildet, daß zwiſchen Herrn Labirinte und Des Roches, zwiſchen einem Spahis Kapitän und einem doctrinären Deputirten ein Unterſchied iſt, wie zwiſchen Traum und Wirklichkeit? Aber aufgepaßt, meine Herren, hier wird es der grauſame Machia⸗ vellismus unſeres jungen Repräſentanten — ich weiß nicht welches Wahlcollegiums — entwickeln.
Herr Labirinte (ucht zu lähelm. Mein Herr, der Staats⸗ mann verſchwindet hier gänzlich vor dem Privatmanne, ah! ah! ah! Wenn Sie mir glauben, wird der Privatmann auch vollſtändig verſchwinden.
Der Marquis. Wir laſſen die Unterſcheidung zwiſchen Staatsmann und Privatmann nicht gelten, mein würdiger Solon. Sie ſind mit einem unvertilgbaren Charakter bekleidet, Herr Labirinte; Sie ſind Deputirter überall, Deputirter immer, Sie repräſentiren ihre Wähler in Allem und bei Allem; Sie han⸗ deln in Ihrer Perſon; Sie ſind die ein Mann gewordenen Wähler. Das eben macht die Lage des armen Des Roches ſo unangenehm; denn es iſt gerade, als wäre er durch ein ganzes
Wahlcollegium — betrogen worden.
Thereſe Dunoyer I. 4 11


