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Der Major Brown. Wie ſo der alte? — der, welcher verlaſſen worden iſt?
Montal. Der neue folgt nur nach und das iſt demüthi⸗ gend, weil es ſich mit der Liebe der Frauen nicht wie mit dem Adel verhält, deſſen Glanz mit jedem neuen Sproſſen ſich ver⸗ mehrt.
Sainte-Luce. Aber man wird verlaſſen, aufgegeben, das iſt verletzend.
Montal. Iſt man doch zuerſt geliebt worden, hat man doch die erſte Blüthe der Liebe gehabt.
Der Marquis. Man ſieht, wie ſehr unſer Freund Montal an den Triumph des Aufgegebenwerdens gewöhnt iſt. Wir können übrigens, meine Herren, dieſe Frage ſogleich auf⸗ klären.
Alle. Wie ſo?
Der Marquis. Zwei von uns befinden ſich in eben der Lage; der Eine wurde dem Andern geopfert. Wir wollen den Thatbeſtand prüfen und dann zur Abſtimmung ſchreiten. Aue
Liſ ſehen einander verwundert an. Herr Labirinte wiſcht ſich den Schweiß von der tirn.)
Serpentine. Welche ſind die beiden?
Der Marquis dachend). Des Roches — und Herr Labirinte.
Des Roches Cer eine lebhafte Bewegung unterdrückh). Was bin ich, Marquis? Der Betrogene oder der Vorgezogene? Gei Seite) Was will er? — Seine Scherze heute früh, die Verlegenheit des Herrn Labirinte. —
Der Marquis. Ach, mein armer Des Roches, danken Sie Montal für die Vertheidigung der Theſis, daß der betrogene Liebhaber ſich mit dem Gedanken tröſten müſſe, ſein Nachfolger ſei doch nur — eben ſein Nachfolger. — Das rettet Sie.
Des Roches (nit erheuchelter Sorgloſigket). Kann ich wenig⸗ ſtens erfahren, wo der Herr Labirinte mich verdrängt hat?
Der Marquis Gieht einen Brief aus der Taſche und wirft ihn Des Roches him. Bei der Dame, welcher Sie dieſen zärtlichen Brief ſchrieben.
Des Roches Cetrachtet die Schriſc) Gei Seith. Ein Brief von mir an ſeine Frau! — Er wußte Alles; das giebt ein Duell.
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