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habe, in Bezug auf die Geſellſchaft in Paris in völliger Un⸗ wiſſenheit befangen bin.
Serpentine. Sie glauben alſo, daß ich lüge, Herr Bretagner? Galant ſind Sie nicht.
Ewen von Ker⸗Ellio. Ich halte Sie für ſehr liebens⸗ würdig.
Sainte⸗Luce. Und Sie könnten hinzuſetzen, bisweilen
auch für ſehr wahrheitliebend, denn dieſe Welt iſt ein ſeltſames Ding, ein unergreifbarer Proteus, bald Sclave, bald Tyrann, bald leichtgläubig wie ein Kind, bald ein ſchamloſer Ver⸗ leumder.
Der Fürſt Caſtelli. Ich habe die Welt immer beſſer ge⸗ funden, als ihren Ruf.
Der Marquis. Lieber Fürſt, Sie können ebenſowenig von der Schlechtigkeit der Welt ſprechen, als Orpheus von der Wildheit der Tiger oder Don Juan von der weiblichen Tugend. Bei der Tugend fällt mir aber das Abenteuer der Herzogin wie⸗
der ein, Serpentine. — Laſſen Sie das Mädchen erzählen, Beaudricvurt; wir werden kein Wort von dem glauben, was ſie ſagt.
Serpentine. Auch ich nicht, weil mich es ſo weniger genirt. Sie wiſſen, daß die Herzogin vor der Herrſchaft des kleinen Sainval ſich in den großen dicken Tambour⸗Major von Preval verliebt hatte. Jedermann kann ſich irren und die Her⸗ zogin irrte ſich. Nun iſt es aber nicht leicht, von Preval wie⸗ der loszukommen, der ungemein zäh und ſo roh iſt, daß er geradezu ſagt: ich werde Sie windelweich klopfen, wenn Sie mich verlaſſen.
Der Marquis. Und er hält Wort; er hat einer Dame, die ich kenne, den Arm zerſchlagen, als ſie von Trennung ſprach; er verlangt, wie er ſagt, von der Liebe unauflösliche Bande.
Der Herzog von Serda. Es giebt alſo wirklich einen ſo ungeſchlachteten Menſchen?
Der Marquis. Ob es ihn giebt? ich glaube es. Zu jener Dame hatte er geſagt: ich liebe Sie ſehr und ich werde Ihnen ganz treu ſein, aber wenn Sie mich hinege wenn Sie mich verlaſſen, bekommen Sie Schläge, denn d Leide ſchaft kennt keine Vernunft. Da er ein wahrer Sti
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