Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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ſchen Schnitt hätten. — (Wyn lacht) Es iſt ganz einfach. Ihr macht uns gern zu Euren Vertrauten, weniger um uns durch Eure Siege zu blenden, als weil Ihr darauf rechnet, daß wir überall davon reden. Dumoncel erbot ſich, mir Briefe von der Frau von Senanges zu geben, um ſich an ihr zu rächen; er ſagte, ſie habe ihm ſein halbes Vermögen gekoſtet und ſei ihm nun wegen des ſchönen Derfeuil untreu geworden.

Der Marquis. Und was ſollteſt Du mit dieſen Briefen thun?

Serpentine. Sie lithographiren laſſen und unter meine Freunde vertheilen. — Ich mochte das nicht. Die arme kleine Frau von Senanges! Unter guten Freunden darf dergleichen nicht vorkommen.

Sainte⸗Luce. Was Du da ſagſt, iſt völlig unwahr⸗

ſcheinlich. Die Vicomteſſe von Senanges hat Niemanden etwas gekoſtet, denn ſie beſitzt ein jährliches Einkommen von 50,000 Livres; ungerechnet das Vermögen ihres Mannes. Dumoncel iſt aus Eiferſucht von der Wahrheit abgewichen.

Clariſſe Harlowe. Mir hat er geſagt, ſeine Senanges koſte ihm über 300,000 Francs.

Der Herzog von Serda. Wie man ſagt, hat er ihr Haus auf bas Prächtigſte neu meubliren laſſen.

Beaudricourt. Man ſpricht auch von einem Silber⸗ ſervice für 50,000 Francs.

Der Fürſt Caſtelli. Jedermann behauptet wenigſtens, Dumoncel habe ihretwegen ſeine Beſitzungen in Lothringen ver⸗ kauft.

Sainte⸗Luce. Aber, lieber Fürſt, noch einmal, Jeder⸗ mann behauptet da eine Albernheit. Wie ſoll man 100,000 Thaler mit und für eine Dame von Stande ausgeben, die bei ihrem Manne lebt und jederzeit ein großes Haus gemacht hat?

Mehrere. Das iſt wahr — allerdings.

Der Marquis 6u wen von Ker Cllio). Sie werden wahr⸗ haftig eine ſeltſame Vorſtellung von unſerem geſellſchaftlichen Leben erhalten.

Ewen von Ker⸗Ellio dachend). Ich bin ſo unglücklich, Herr Marquis, nur nach meinen Eindrücken zu urtheilen und ich geſtehe Ihnen, daß ich nach Allem, was ich eben gehört