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man ſagte, gewann er jährlich ſechzig bis achtzig tauſend Francs wenigſtens; das Doppelte dieſer Summe hatte er inmer als Einſatz bereit.
Deshalb gehört denn Baudricourt ebenfalls unter die ächten „Löwen“.
Lord Fitz⸗Herald hatte auch ſeinen eigenthümlichen Ge⸗ ſchmack; er liebte mit Leidenſchaft die Blumen; ſeine bewun⸗ dernswürdigen Gewächshäuſer mit Tropenpflanzen konnten den Vergleich mit denen des Herzogs von Devonſhire aushalten; er hatte reiſende Gärtner in Amerika, Afrika und Aſien und ſeine als Wärmehäuſer eingerichteten Dampfböte brachten ihm Gartenſchätze aus allen Theilen der Welt. Seine Sammlung von Orchideen war bewundernswürdig; er hatte es dahin ge⸗ bracht, in ſeinen Treibhäuſern ſtets eine feuchte Wärme von dreißig bis vierzig Graden zu haben. Aus dem heißeſten dieſer Treibhäuſer hatte man den Lord einmal faſt erſtickt forttragen müſſen.
Der Vetter der Marquiſe von Beauregard, Herr Alonſo Flores, war ein junger Amerikaner von dreiundzwanzig Jahren mit krauſem Haar und langen Zähnen.
Das waren die Gäſte des Marquis; die Damen hießen Serpentine, Clariſſe Harlowe und Cora, genannt die ſchöne Griechin.
Serpentine war hager, ſchlank, brünett und bleich; aus ihren ſchwarzen Augen blitzte der Muthwille; ihre dünnen Lippen, ihre zuſammengedrückten Naſenlöcher verriethen Jronie und eine tiefe Querfalte zwiſchen den beiden Augenbrauen kün⸗ digte Schadenfreude an.
Clariſſe Harlowe war blond, weiß und ziemlich voll. Ihr rundes blühendes Geſicht, ihre lachenden himmelblauen Augen und ihr ſinnlicher Roſenmund ſtachen ſeltſam von den melancho⸗ liſchen Erinnerungen ab, zu denen ihr Name Veranlaſſung gab.
Um ſich Cora, die ſchöne Griechin, vorzuſtellen, betrachte man die Venus Milo's; dieſelbe Schönheit, dieſelbe Leiden⸗ Se dieſelbe Marmorweiße mit ebenholzſchwarzem
aar!
Wir brauchen kaum zu erwähnen, daß die drei „Un⸗ reinen“ nach dem beſten Geſchmack gekleidet waren und die ele⸗


