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Ker⸗Ellio drückte dem Herrn von Montal herzlich die Hand und ging. Bis dahin hatte er aus- und an ſich gehal⸗ ten; aber als er im Freien war, kam es ihm vor, als fehle es ihm an Luft. Er wurde faſt ſchwindelig von dem“ was er ge⸗ hört hatte. Der Marquis beſonders, der Mann aus ſo guter Geſellſchaft, der ſo heiter, ſo ſpöttiſch, ſo graziös ſein, die ganze Unbefangenheit ſeines Geiſtes behaupten konnte, ob er gleich ein paar Stunden vorher einen Mann im Duell getödtet hatte, war ihm ein Räthſel, eine merkwürdige Erſcheinung.
Dieſer Marquis ſprach mit gleichem Cynismus von ſeiner jungen Frau und ſeinen Geliebten und doch bediente er ſich der Formeln der vollkommenſten Artigkeit, als er Ewen den Antrag
machte, ihn der Marquiſe vorzuſtellen; dieſer Mann, der ab⸗ wechſelnd herzich und anzüglich, heiter und grauſam, ein Sclave der guten Lebensart und Verächter der für Alle heiligen Bande war, der Mann von ſo ab ſfen Aeußern und ſo verdor⸗ benein Innern flößte Ewen eine unklare Furcht ein. Dagegen fühlte er ſich zu Montal hingezogen, den er liebevoll und zuvor⸗ kommend fand. Die erſte Pariſer Feuerprobe hatte Ewen mit würdevoller Einfachheit beſtanden. Sein feſter Charakter, ſein geſunder Verſtand und ſein natürlicher Takt hatten ihmn beigeſtanden. Der Verſtand Ewen's, der durch den Mißbrauch der Einſamkeit etwas erſchüttert worden, war in ſeine vollen Rechte wieder ein⸗ 5 getreten in dem Maße, wie er ſich von Treff⸗Hartlog, dem traurig e Schauplatz ſeiner gefährlichen Träumereien, entfernte. e tſeinem Aufenthalte in Paris ſah er ſeine Lage mit btem Blicke an und ſeine Chimären von Idealen waren Umälig verſchwunden; er erkannte die Unmöglichkeit derſelben und lächelte, wenn er an das Portrait von Treff⸗Hartlog dachte, das ihn in ſo große Angſt geſetzt hatte. Das Geheimniß der Anweſenheit dieſes Gemäldes, das der Abbe wollte haben brennen ſehen, kam Ewen allerdings * noch unerklärlich vor, aber keineswegs übernatürlich. Er dachte ſehr ernſtlich an die Heirathsvorſchläge, die ihm der gute Abbé gemacht hatte, und erinnerte ſich, daß die beiden Schutzbefoh⸗ lenen des Rectors wenn nicht ſchön, ſo doch angenehm und an⸗ ziehend waren; die Erinnerung an die eine beſonders, die brü⸗ nett, friſch, naiv und heiter war, nahm allmälig in ſeinen Ge⸗


