Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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136 bedauert; man wird es dem Marquis ſogar Dank wiſſen, daß er Paris von ihm erlöſet hat. Trotzdem iſt das Diner an dem Tage des Duells etwas ſeltſam; der Marquis ſagte jedoch, er habe ſeine Gründe, ſo zu handeln, und er bat uns ſo dringend, ſeine Einladung anzunehmen, daß wir ſie annehmen mußten, und Sie werden unſerem Beiſpiele folgen.“

„Jetzt kann ich freilich nicht anders,“ entgegnete Ewen verſtimmt.

— „Der Marquis muß etwas Beſonderes gehabt haben,“ fuhr Montal fort, „denn ſeine Duellſucht war bereits ſeit fünf oder ſechs Jahren vorüber. — Aber wo wohnen Sie denn, Vetter? Wenn Sie es wünſchen, hole ich Sie zu dem Diner ab.“ „Ich nehme das Anerbieten mit Vergnügen an,“entgeg⸗ nete Ewen, „Ich wohne in dem Hotel du Croiſſant, in der Rue Montmatre. Aber nun muß ich noch eine Frage als Be⸗ wohner der Provinz an Sie richten, Vetter wie zieht man ſich denn an zu dieſem Garcondiner, — bei dem Damen ſind? Sie führen mich ein und ich möchte nicht, daß ich einen Verſtoß be⸗ ginge und Sie ſich meiner zu ſchämen hätten,“ ſagte Ewen lächelnd.

— „Kleiden Sie ſich ſo einfach als möglich, wie Sie wollen; nur einen Frack ziehen Sie an ſtatt des Rockes. — Uebrigens hoffe ich, Vetter, Ihre Angelegenheit möge ſich recht verwirren, damit Sie recht lange bei uns bleiben.“

„In dieſer Hinſicht ordnen ſie ſich von ſelbſt. Der wür⸗

dige Abbé von Kerouellan hatte bei ſeiner Reiſe nach Paris eine

ziemlich en⸗ Summe bei einem Banquier, Herrn Achille

er, zu erheben —“

— „Bei Herrn Achille Dunoyer?“

„Ja; kennen Sie ihn?“ .

— „Allerdings, genau; aber fahren Sie fort,“ ſprach

der Herr von Montal.

„Der Abbé, der nicht wußte, daß ein Banquier in Paris

ein Comptoir, wo er ſeine Geſchäfte beſorgt, und eine Woh⸗

nung hat, in welcher er ſie flieht, wie man ſagt, ging in die Wohnung des Herrn Achille Dunoyer, wo man ihm ſagte, der

Banguier ſei verreiſet. Ohne ſich weiter zu erkundigen, ſagte

mir darauf hin der gute Abbé, meine Gelder wären ſehr gefähr⸗