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Ah, ich vergaß den Herrn Flores, einen Amerikaner, einen Vetter meiner Frau, einen jungen Inca, der erſt in die eivili⸗ ſirte Welt eintritt. Der Wilde wird, denke ich, dieſen Abend die Augen und Ohren aufſperren.“
— „Gerade wie ich, Herr Marquis,“ ſagte Ewen lächelnd.
„Keineswegs, Herr Baron,“ enitgegnete Beauregard mit vieler Grazie; „mein junger Vetter wird Augen machen, Sie werden zuſehen; er wird horchen, Sie werden hören.“
Dann ſtand der Marquis auf und ſagte zu dem Herrn von Montal:
„Es iſt alſo abgemacht, halb acht Uhr
— „Und wo, Marquis?“
„Natürlich im Kaffeehauſe „Rocher de Cancale“. Wo anders ſoll ein verheiratheter Mann ein Garcondiner geben, bei dem — Damen ſind? — Sie werden nachſichtig ſein,“ ſetzte er zu Ewen gewendet hinzu, „und mir erlauben, mich anſtändig in meinem Hauſe zu revanchiren, nachdem ich die Ehre gehabt habe, Sie der Frau von Beauregard vorzuſtellen. — Auf Wiederſehen, Montal — Wohin gehen Sie, Des Roches? Soll ich Sie begleiten?“
— „Ich habe Sainte⸗Luce verſprochen —“
„Sehr wohl, ich begleite Sie.“
Dann empfahl er ſich herzlich dem Baron von Ker⸗Ellio
und ging mit Des Roches fort.
— „Wie finden Sie den Marquis?“ fragte Montal ſei⸗ nen Vetter. 3
„Mein Vater erzählte viel von den großen Herren des alten Regimes, von ihrem Geiſte und Witze und von der cava⸗ lieren Art, wie ſie die Ehe behandelten. Der Herr von Beaure⸗ gard muß ihnen ſehr ähnlich ſein. Welcher Leichtſinn! Welche gute Laune!“
— „Sie glauben wahrſcheinlich nicht, daß er dieſen Vor⸗ mittag einen Mann im Duell getödtet hat?“
„Er!“ rief Ewen mit Abſcheu; „und dieſen Abend ein Diner?“
— „Es iſt allerdings nicht ganz in der Ordnung, indeß muß ich, um den Marquis zu entſchuldigen, bemerken, daß jener Mann eine Art Bravo, ein Raufbold war, den Niemand


