Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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„Ich ſage mit großem Vergnügen zu, mein Herr, und danke meinem Vetter für die gute Aufnahme, die Sie mir zu Theil werden laſſen.“

— „Sie haben nicht Unrecht, denn er hat uns viel Gutes von Ihnen geſagt.“

„Und Sie haben beſtätigt, was ich geſagt hatte, lieber Vetter“, ſetzte Montal hinzu.

— „Meine Herren“, ſagte Ewen heiter, „ich muß Ihnen ſagen, daß ich als ächter Bretagner im Stande bin, Alles zu glauben, was Sie mir da ſagen.“

„Dazu ſagen wir es auch und wahrhaftig! Ihre Offen⸗ heit behagt mir ſo, daß ich Sie um die Erlaubniß bitte, das Geſpräch mit dieſen Herren fortzuſetzen, das wir begonnen haben.“

— „Aber, Marquis — “ fiel Montal ein.

„Was ſollen wir mit dem Herrn reden? Gemeinplätze! Wie finden Sie Paris? Hat Paris Ihrer Erwartung ent⸗ ſprochen? — und andere Albernheiten, die ſeiner und unſerer nicht würdig ſind.“

— „ch bin ganz Ihrer Meinung und fürchte mich vor einem ſolchen Geſpräche eben ſo, wie Sie“, entgegnete Ewen lächelnd.

„Mit Recht. Sie erlauben mir alſo den Herren zu ſagen, wer meine Gäſte ſein werden. Sie werden Sie vielleicht in⸗ tereſſiren, namentlich die Damen, die niedlichſten „Unreinen“ von Paris.“

— „Ah, es werden Damen zugegen ſein, Marquis?“ fiel Des Roches ein.

„Der Kapitän ſtellt ſich ſo erſtaunt, weil ich verheirathet

bin“, ſagte der Marquis vertraulich zu Ewen. „Wenn Sie

erlauben, werde ich Sie der Frau von Beauregard vorſtellen; ſie iſt alle Mittwoch zu Hauſe.“ — „Mein Herr“, — ſprach Ewen, ſich verbeugend.

„Im Voraus muß ich Ihnen indeß ſagen, daß die Mar⸗ quiſe kaum achtzehn Jahre alt und ſchön iſt, wie ein Engel; verlieben Sie ſich nicht in ſie, Sie würden ſonſt den Kapitän

da eiferfüchtig machen wie einen Tieger; er will es zwar nicht geſtehen, aber er beſchäftigt ſich viel mit meiner Frau.“

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