Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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Der Herr von Montal war ihm herzlich entgegen gegan⸗ gen; der Kapitän Des Roches ſtand auf, um ſich eine Cigarre anzuzünden, der Marquis blieb ſitzen und muſterte neugierig den Bretagner.

„Wie freut es mich, Sie zu ſehen, lieber Vetter! Der Herr Abbé von Kerouellan ließ mich Ihre Ankunft nicht ſobald hoffen“, ſagte Montal, indem er die Hand Ewen's herzlich drückte.

— „Ich ſelbſt glaubte es nicht, daß ich ſobald nach Paris kommen würde, unvorhergeſehene Geſchäfte aber —“

„Seit wie lange ſind Sie in Paris?“

— „Ich wurde nach meiner Ankunft etwas unwohl und das hinderte mich, Sie früher aufzuſuchen.“

„Dieſes Unwohlſein hat mich ſehr benachtheiligt“, ent⸗ gegnete Montal. Dann wendete er ſich an den Marquis, ſtellte ihm Ewen vor und ſagte: „Der Baron von Ker⸗Ellio, mein Vetter.“

Der Herr von Beauregard ſtand auf und verbeugte ſich.

Die Vorſtellung endigte damit, daß Montal zu Ewen ſagte: „Der Herr Kapitän Des Roches, mein Freund.“

Der Kapitän verbeugte ſich.

Alle ſetzten ſich wieder.

Einen Augenblick herrſchte ein unangenehmes Schweigen,

das endlich der Marquis brach. Er wendete ſich an Ewen und ſagte zu ihm mit der Riſhung von Adel und Herzlichkeit, die ihm eigen war: Ich will Ihnen ein paar indiserete, aber gut gemeinte Vorſchläge machen, und als Bretagner werden Sie mich ent⸗ ſchuldigen. Ihr Vetter, der Kapitän Des Roches und noch einige meiner Freunde machen mir das Vergnügen, heute mit mir zu Mittag zu ſpeiſen; wollen Sie uns Ihre Gegenwart ſchenken? Sie werden auf dieſe Weiſe mit einem Male einige Koryphäen der vornehmen Jugend kennen lernen, in der ich mei⸗ nem Alter zu Folge den Vorſitz führe.“

Ewen beſaß zuviel guten Geſchmack, als daß er dieſe Ein⸗ ladung aus übertriebener Indiscretion ausgeſchlagen hätte; er antwortete deshalb:

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