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übernätürlichen Charakter annehmen. Ewen glaubte, entweder weil er jenes Gemälde erſt ſpäter bemerkt hatte oder weil es ohne ſein Wiſſen in ſeinem Zimmer aufgehangen worden war, daſſelbe bei Lebzeiten ſeines Vaters nicht geſehen zu haben, auch vermochte er nicht die Zeit beſtimmt anzugeben, in welcher es in ſeinem Zimmer aufgeſtellt worden. Vergebens fragte er Ann⸗ Jann und Les⸗en⸗Goch; ſeine beiden Diener konnten ihm dar⸗ über keine Auskunft geben und ihre Antworten ſteigerten ſeine ängſtliche Neugierde nur noch mehr.
Das Bild war auf Holz gemalt. Ewen unterſuchte daſ⸗ ſelbe ſorgfältig; endlich entdeckte er an einer Ecke mehr am Rande mehrere halb verwiſchte Buchſtaben und las das Wort No⸗ vember. Er ſchauderte. Aus welchem geheimnißvollen Grunde fand er da den Namen dieſes ſchwarzen Monats wieder, welcher der Sage nach für ſeine Familie ſo verderblich ſein ſollte? Nur der frühere Lehrer Cwen's, der Rector der Gemeinde St. Michel, hätte dieſes Geheimniß aufflären können, aber der Abbé war ſchon ſeit drei Monaten abweſend. Seit dieſer Zeit hatte die finſtre Melancholie Ewen's reißend ſchnelle und beſorgniß⸗ erregende Fortſchritte gemacht.
Das war der Gemüthszuſtand Ewen's in dem Augen⸗ blicke, da wir ihn dem Leſer vorführen.
F. Der Reetor. Am Tage nach jenem Abende, an welchem Ewen von
Ker⸗Ellio ſo großer Gefahr ausgeſetzt geweſen war, ritt der Abbé von Kerouellan, der Rector der Gemeinde von St.
Michel, ein großer ſtarker Greis in geiſtlicher Tracht, auf ſeinem
kleinen Schimmel langſam den ſteilen Weg hinauf, der nach dem Schloß Treff⸗Hartlog führte.
Der Sturm hatte ſich gelegt; ein kalter, feuchter Nebel umſchleierte den Horizont; man ſah das Meer nicht, aber man hoͤrte in der Ferne das dumpfe Toſen der Brandung.


