Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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miſche Nächte, wie er ſonſt an friedlichen Morgen ſich erquickt hatte, welche die beginnende Morgenröthe mit brennendem Roth und Gold umwob; die friſche Poeſie der thaugebadeten grünen Wieſen ſprach ihn nicht mehr an; ſein Auge erfreute ſich nicht mehr an den weiten Haiden mit den purpurrothen Blümchen, die im lauen Sommerwinde wogten; er ſuchte nicht mehr das Murmeln der Bäche auf, die unter den Weiden flüſterten und ruhig das Bild des Mondes und der Sterne abſpiegelten. Ewen ſaß nur noch auf den hohen Klippen der Küſte, wann die Sonne feuerroth hinter ſo ſchwarzen Wolkenmaſſen unterging und eine ſo ſchreckliche Nacht verkündete, daß die Fiſcherbvote gleich einer Schaar erſchrockner Möven eilig den Hafen zu erreichen ſuchten. Begann dann der Sturm zu wüthen, ſo hörte er mit einer Art Wolluſt das Meer zu ſeinen Füßen donnern, ſah die ſchäumen⸗ den Wogen an den Klippen der Todtenbucht ſich brechen und folgte mit düſterem Blicke den dicken Wolken, die der Orkan vor ſich hertrieb und die, von dem bleichen Lichte des Mondes ſelt⸗ ſam beleuchtet, bisweilen einem Heere bleicher Geſpenſter glichen.

Nach dieſen ſchmerzlichen Betrachtungen kehrte Ewen in ſein Schloß zurück, athemlos und erſchöpft, und der Sturm raſete, wie er ſich ausdrückte, in ſeiner Seele fort.

Die mütterliche Pflege der Ann⸗Jann, die ſchweigende Hingebung des alten Les⸗en⸗Goch beruhigten die fieberhafte Aufregung ihres jungen Herrn ein wenig. Ehe er ſich in ſeine Zimmer zurückzog, ſchritt er langſam durch die großen unbe⸗ wohnten Gemächer und hörte mit unklarem Schauer die Winde in den öden Räumen heulen.

Dieſes Bedürfniß aufregender Gefühle, dieſe traurige Me⸗ lancholie ſchwächten den Geiſt Ewen's und entwickelten in ihm den Glauben an das Wunderbare. ſagekunſt Mor⸗Naders, des Lootſen von der Inſel Sein, und Ewen konnte dem Wunſche nicht widerſtehen, denſelben wegen ſeiner Zukunft zu befragen. Der alte Lootſe, deſſen Verſtand halb zerrüttet war, hatte ihm die traurigſten Dinge über den ver⸗ derblichen Einfluß des Monats November verkündigt, welcher der Familie Ker⸗Ellio immer nachtheilig geweſen war.

Man hat geſehen, wie Mor⸗Nader, auf die Gefahr hin,

Thereſe Dunoher I.

Man ſprach mit einem gewiſſen Schauer von der Wahr⸗