Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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Obgleich Ewen dieſe Erklärung mit Beſtimmtheit und Sicherheit geben wollte, war er doch ſo wenig an die Lüge ge⸗ wöhnt, daß er unwilltührlich ſtotterte.

— „Und Sie waren allein mit Mor⸗Nader in dem Boote, Herr Ewen?“

„Brauchten wir denn Hülfe? Seit wann ſind wir, ich und Mor⸗Nader, nicht mehr im Stande, eine ſolche Nußſchaale zu ſe

„Und Mor⸗Nader iſt in ſolchem Wetter nach Sein zurücgetehrt, Hert Ewen?“ „Nein, nein,“ antwortete Ewen verlegen; „wir legten in det Kerer⸗ Bucht an; Mor⸗Nader wird wahrſcheinlich den Fiſcher Legal um ein Nachtlager angeſprochen haben.“ „Wiſſen Sie gewiß, Herr Ewen, daß er die Nacht bei Legal zubringen wird?“

„Mein Gott, ſo ganz gewiß weiß ich es nicht; aber ich

glaube es,“ antwortete Cwen ungeduldig; dann ſetzte er hinzu: „Komm, Alter, hilf mir die Kleider ausziehen, die einen Cent⸗ ner wiegen und die der rothe Mönch berührt hat, wie Du ſagſt.“

Les⸗en⸗Goch war zu beſcheiden, als daß er ſeinen Herrn nach der Urſache des Schreckns geftagt hätte, den dieſer bei ſeinem ſo eiligen Eintritte in die Küche zu erkennen gab.

Nach dem Abendeſſen ging Ewen in ſein Zimmer; das alte Ehepaar blieb wieder allein in der Küche.

Les⸗en⸗Goch rauchte ſchweigend und in Gedanken verſun⸗ ken ſeine Pfeife.

Ann⸗Jann, die recht wohl wußte, wie vergeblich es ſei, ihren Mann anzureden, wenn derſelbe ſich ſeinen Gedanken hin⸗ gegeben hatte, ſaß traurig an einer Ecke des Heerdes; eine ge⸗ heime Ahnung ſagte ihr, ihr Mab⸗mer⸗brin ſei noch andern Gefahren, als dem Sturme, ausgeſetzt geweſen.

Mit einem Male ſteckte Les⸗en-Goch ſeine Pfeife in die Taſche, ſtand auf, nahm das Gewehr, das er vorher an den Heerd gelehnt hatte, unterſuchte das Schloß daran und ſchritt langſam nach der Thüre zu.

Eben als er dieſelbe öffnen wollte, zögerte er; er blieb ſtchen kehrte, nachdem er einige Augenblicke nachgedacht, wieder ſelte das Gewehr hin und verſank von n in ſein