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über die Stirn, und da er ſich ohne Zweifel ſchämte, eine kin⸗ diſche Furcht geäußert haben, verſuchte er zu lächeln und ſagte zu Les⸗en⸗Goch:
„Errathe, wem ich den Eintritt wehren will?“
Der Bretagner ſah ihn erſtaunt an; Ewen ſuchte zu lächeln und ſetzte dann hinzu, indem er den Riegel an der Thür wieder zurückſchob:
„Der rothe Mönch ¹) verfolgt mich.“
Trotz dieſem Scherze blieb der Blichgwen's noch immer düſter. . — „Und er hat Sie erreicht?“ fragte der Alte; „Ihre Beinkleider ſind voll Blutflecken.“
„Heilige Mutter Gottes! Sie ſind verwundet, mein Kind!“ rief Ann⸗Jann, und wollte in die Arme ihres jungen Herrn ſinken.
Zum erſtenmal in ſeinem Leben ſtieß dieſer die Amme faſt hart von ſich; ohne ihr zu antworten, ſetzte er ſich am Heerde nieder.
— „Les⸗en⸗Goch, er iſt verwundet“, ſprach Ann⸗Jann mit leiſer und bebender Stimme.
Der alte Chouan antwortete nichts, betrachtete aber einige Augenblicke mit großer Aufmerkſamkeit die Blutflecken am untern Theile der Beinkleider ſeines jungen Herrn und ſagte ſodann zu ſeiner Frau:
— „Es iſt nicht ſein Blut; er geht zu feſt, als daß er am Fuße verwundet ſein könnte.“
— „Gelobt ſei Gott, wenn es nicht ſein Blut iſt!“ ent⸗ gegnete Ann⸗Jann halblaut und ſich bekreuzigend.
Die Kleidungsſtücke Ewen's waren ſo durchnäßt, daß ihn bisweilen der Froſt ſchüttelte.
— „Wollen Sie nicht andere Kleider anziehen?“ fragte ihn die Amme ſanft.
Ewen ſchien ſie nicht zu hören. Ann⸗Jann trat deshalb zu ihm und wiederholte die Frage, aber ebenfalls vergebens; endlich legte ſie die Hand leicht auf die Achſel Ewen's und ſagte:
1) Ein ſagenhaftes Geſpenſt.


