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Jungfrau von Falgoat, ſei geprieſen! Du haſt das Kind nicht verlaſſen, für das ich ſo oft zu Dir gebetet habe!“ Ann⸗Jann fiel mit gefalteten Händen auf ihre Kniee. Les⸗en⸗Goch eilte nach der Thür. Sie wurde raſch aufgeriſſen und Ewen von Ker⸗Ellio trat herein⸗
II. Die Rückkehr.
Das Geſicht Ewen's hatte auf den erſten Anblick nichts Einnchmendes. Seine behaarte Stirn, ſeine dicken Augen⸗ brauen, ſein dunkler Bart, den er ſeit dem Kriege in der Vendee wachſen ließ, gaben ihm ein rauhes Ausſehen; aber die Milde ſeines Blicks und ſein freundliches Lächeln milderten die Härte ſeiner Züge. Bei ſeinen Ausflügen auf dem Meere trug Ewen die Kleidung der bretagniſchen Matroſen. Weite Beinkleider von Segeltuch, ein Kittel von grobem braunem Wollenzeuge mit Kapuze, darin beſtand ſein Anzug, als er jetzt in der Küche ſeines Hauſes erſchien. Obgleich der Regen in Strömen her⸗ unterſank, hatte er doch die Kapuze ſeines Kittels nicht empor⸗ gezogen; ſein Kopf war unbedeckt und ſein Geſicht bleich; ſein ſchwarzes Haar lag glatt und naß an den Schläfen; von der Kutte tropfte das Waſſer. Nachdem er eingetreten, ſchloß er die Thüre raſch hinter ſich zu und ſchob den Riegel vor, als würde er von Jemandem verfolgt. Der Herr von Turff⸗Hartlog war ſo plötzlich erſchienen und ſah ſo erſchrocken aus, daß Les⸗en⸗ Goch nach ſeinem Gewehre ſprang. „Herr Ewen, was giebt es?“ fragte der Alte, indem er zu Ewen trat. — „Heilige Mutter Gottes, ſind Sie in Gefahr?“ rief Ann⸗Jann. Erſt dieſe Worte ſchienen Ewen aus ſeiner Betäubung zu
wecken. Er blickte verwundert um ſich, ſtrich mit der Hand


