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ſchlau; Jedermann flieht ihn; der Herr Rector von St. Michel, der Abbé von Kervuellan, hat ihm bereits gedroht, ihm die Kirche zu verbieten, wenn er ſeine Teufelskünſte noch ferner be⸗ triebe.“ — „Es iſt ein großes Unglück, daß der Herr Rector ſeit drei Monaten in Paris iſt; ſeit drei Monaten iſt der Pen⸗kan⸗ guer traurig. Der Herr Abbe würde ihm geſagt haben, was wir ihm nicht ſagen können.“
„Beſonders ſeit er uns von jenem geheimnißvollen Bilde erzählt hat, Les⸗en⸗Goch, hat die Traurigkeit noch zugenommen. Haſt Du jenes Frauenbild niemals bei Lebzeiten des ſeligen Herrn Baron geſehen?“
— „Niemals.“ *
„Das Bild iſt doch aber alt.“
Der Bretagner ſchüttelte zweifelnd den Kopf und ſagte halblaut:
— „Es liegt vielleicht ein Zauber in dieſem blaſſen Geſichte.“
„Ach, Les⸗en⸗Goch, erinnerſt Du Dich noch, wie unſer junger Herr erſchrocken ausſah, als er uns fragte, ob wir nicht wüßten, wie jenes Bild in das Zimmer gekommen ſei, und wir nichts antworten konnten?“
— „Ja, es muß ein Zauber auf dem Bilde ruhen“, wie⸗ derholte Les⸗en⸗Goch. „Kürzlich ging ich im Dunkeln in das Zimmer des Pen⸗kan⸗guer hinauf. —“
„Nun, Les⸗en⸗Goch?“
— „Da war es mir, als funkelten und bewegten ſich die Augen jenes blaſſen Geſichtes.“
„Jeſus Maria! das würde ein großes Unglück für dieſes Haus bedeuten. Ach, mein Gott, der Sturm nimmt immer mehr zu. Es iſt vorbei, es iſt vorbei mit unſerm Kinde“, rief die Amme mit einem herzzerreißenden Schrei.
— „Der Herr gebe, daß Mor⸗Nader nicht in dem Ge⸗ ſchicke des Pen⸗kan⸗guer leſen konnte!“
„Nein, nein, der Herr hat es nicht gewollt“, rief mit einem Male Ann⸗Jann, indem ſie den Kopf auf die eine Seite ſenkte, um zu horchen, und mit einer Hand nach der Thüre wies. „Ich höre ſeinen Tritt, er iſt es! Heilige Mutter Gottes,


