Pa guz ann Héol, pa goenv ar mör Hé war kana war trenz ma dor.
„Wenn die Sonne ſinkt, wenn das Meer ſich hebt, „Singe ich auf der Schwelle meiner Thür.“
„Das iſt ein ſchreckliches Lied, Les⸗en⸗Goch; wenn es Mor⸗Nader ſingt, ſollen die Wolken ſchwärzer und die Wogen wüthender werden.
— „Auch wurden an jenem Abende die Wolken dunkler, die Wogen wüthender. Ich ſagte zu Mor⸗Nader: Lvotſe, es wird eine böſe Nacht geben. — Ohne mir zu antworten, wies er mir in der Ferne den Thurm von Treff⸗Hartlog, den man über die Felſen der Küſte hervorragen ſah. — — Was willſt Du damit ſagen, Mor⸗Nader? Jenes Haus iſt die Wohnung des Pen⸗ kan⸗guer. — Nachdem der Lootſe einen Augenblick ſchweigend dageſeſſen hatte, ſprach er: „Der Wind des ſchwarzen Monats hat immer den Tod über dieſes Haus gebracht.“ Mehr konnte ich nicht aus Mor⸗Nader herausbringen, und das iſt's, was mich ängſtigt.“
„Warum, Les⸗en⸗Goch?“
Nachdem dieſer einige Augenblicke gezögert hatte, ſprach er leiſer:
— „Frau, welchen Monat haben wir?“
„Den ſchwarzen, Les⸗en⸗Goch.“
Ann⸗Jann hatte anfangs nicht an die traurige Zuſammen⸗ ſtellung gedacht, welche ihr Mann machen wollte, indem er die Worte Mor⸗Naders über den verderblichen Einfluß des ſchwar⸗ zen Monats auf die Familie Ker-Ellio wiederholte; mit einem Male aber rief die alte Amme:
„Jetzt verſtehe ich Dich, Les⸗en⸗Goch; wir haben ijenen ſchrecklichen Monat noch immer.“
Der alte Bretagner ließ den Kopf ſinken und ging von Neuem aufgeregt in der Küche auf und ab.
„Wir haben noch immer den ſchwarzen Monat“, wieder⸗
holte Ann⸗Jann in Entſetzen, „und Ewen iſt bei dieſein ſchreck⸗ lichen Wetter auf dem Waſſer, auf dem Waſſer mit Mor⸗Nader Ach Mor⸗Nader ¹) heißt er mit Recht; er 3 he und
¹) Mor⸗Nader heißt Meerſchlange (Meernatter).


